Freienwil ist «dänk am Bestatter luege»

Ab dem 5. Januar schnüffelt der Bestatter Luc Conrad aus der bekannten SRF-Krimiserie im Tausend-Seelen-Dorf oberhalb von Baden. Freienwil heisst dann zwar Morgenthal und die Dorfbeiz Frohsinn statt Weisser Wind, dennoch warten die Bewohner gebannt auf die Erstausstrahlung. Aus gutem Grund.

Die Strassen im kleinen Dorf Freienwil dürften heute Abend noch leerer sein als normal. Das Dorf im Bezirk Baden spielt nämlich in der neuen Staffel der SRF Krimiserie «der Bestatter» eine Hauptrolle.

Von der Einzelkulisse zum gesamten Drehort

Die Bestatter-Macher waren auf der Suche nach einer urchigen Dorfbeiz, die nicht mehr wirklich benutzt, aber gut erhalten ist. Über das Internet stiessen sie auf den «Weissen Wind» in Freienwil, samt seinem traditionellen Säli. Die Besitzerin, eine Genossenschaft, plant aktuell einen Neubau und die Umnutzung zu einem Mix aus Beiz, Kulturlokal und Kinderkrippe und war begeistert von der Anfrage.

Weil nicht nur die Beiz sondern auch das ganze Dorf genau ins Bild passten, machte die Film-Crew dann kurzerhand aus Freienwil die Krimi-Gemeinde Morgenthal und spannte auch noch gleich das halbe Dorf ein als Statisten oder Hilfsarbeiter.

Ein Sommer für die Dorfgeschichte

So kommt es, dass vom Gemeindeammann der einen wütenden Bürger spielt, der einen möglichen Mörder durchs Dorf jagt, über den Pöstler, der sich selbst spielt bis zu einer Hausfrau mit Schauspiel-Ambitionen, die eine Leiche entdecken darf, fast jeder eine Geschichte über die Dreharbeiten im Sommer 2015 zu erzählen hat.

Und auch wer nicht selbst am Dreh war, weiss einiges zu erzählen. Dora Suters Selbst-Bedienungs-Lädeli in einer Scheune beispielsweise wurde kurzerhand zum Dorfladen umfunktioniert und die Kassiererin im echten Dorfladen durfte den geschminkten und verkleideten Mike Müller, der den Bestatter spielt, heimlich mit ungesunden Snacks eindecken. So viel sei verraten: Er mag lieber Salziges als Süsses.