Lebensmittelkontrolle Frischer Fisch im Kanton Solothurn – aber Probleme beim Fleisch

Die Solothurner Lebensmittelkontrolle hat letztes Jahr total fast 1200 Kontrollen gemacht. Nicht alle waren erfreulich.

Die Lebensmittelkontrolle dient dem Schutz der Konsumenten. Sie soll Schutz vor Täuschungen bieten, Restaurants und Trinkwasserversorgungen untersuchen, und auffällige Betriebe engmaschig kontrollieren.

Kontrolliert wurden im Kanton Solothurn 2016 zum Beispiel:

  • Kosmetika für Kinder (5 Proben, 3 beanstandet, u.a. wegen Grenzwertüberschreitungen)
  • Gemüse aus Asien (10 Proben, 2 beanstandet, u.a. wegen Pestiziden/Nitrat)
  • Kaffeekapseln (20 Proben, 5 beanstandet, Kennzeichnung war nicht korrekt)
  • Energydrinks (18 Proben, 7 beanstandet, Kennzeichnung wie Zuckergehalt oder Zutatenliste war falsch)
  • Fisch (Frischfisch aus den Offenverkauf, 500 Proben, 2 beanstandet)
  • Fleisch (Täuschende Angaben: Statt hochwertiger Schinken wurde auf der Pizza Cotto oder Pizza-Auflage verwendet, Schweizer Fleisch verkauft, das keines war, usw., total 36 Prozent Beanstandungen aller kontrollierten Produkte)

Die Situation beim Hackfleisch habe sich verbessert, heisst es bei der Lebensmittelkontrolle. Hier habe es nach den eigenen Interventionen während den letzten beiden Jahren deutlich weniger Fremdfleischanteile. Der «Pferdefleisch-Skandal» habe Spuren hinterlassen und die Betriebe sensibilisiert, sagt Matthias Muster, stellvertretender Kantons-Chemiker, gegenüber SRF.

Fischkonsumenten und Food-Festivals als Gewinner

Forellen in Fischauslage. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Fisch ist im Kanton Solothurn in aller Regel frisch. Keystone

Alle Fischproben haben im letzten Jahr im Kanton Solothurn gut abgeschnitten. Auch die Kontrollen des Frischfischverkaufs nach Ostern im 2017 waren in Ordnung. In einer gemeinsamen Kampagne der Kantone Aargau, der beiden Basel, Bern und Solothurn wurden Fische gezielt untersucht. Das Resultat im Kanton Solothurn: «Der untersuchte Fisch war in allen Fällen frisch».

Die Logistik sei viel besser, die Vorgaben sehr streng, erklärt Matthias Muster vom Kanton Solothurn das Phänomen. Die Transportwege seien kürzer als früher, Behörden, Händler und Transportunternehmen wüssten, wie man mit der frischen Ware umgehen muss, so Muster weiter.

«  Die Fisch-Logistik wurde viel besser und kurzfristiger. »

Matthias Muster
Stellvertetender Kantonschemiker

Gut haben die Streetfood-Festivals abgeschnitten. Die neuen Grossanlässe bieten frische Speisen und vorbereitete Speisen an. Man habe bereits im Vorfeld der Festivals mit den Organisatoren Gespräche geführt, heisst es im aktuellen Jahresbericht der Lebensmittelkontrolle. Es habe keine nennenswerte Probleme gegeben. Eine gute Überwachung solcher Anlässe sei aber wichtig.