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Überraschender Trainerwechsel in Aarau
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 10.07.2020.
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Fussball Challenge League FC Aarau entlässt Trainer Rahmen und ändert Strategie

Trainerwechsel auf dem Brügglifeld: Der FC Aarau hat sich «aufgrund der sportlichen Entwicklung in den vergangenen Monaten» per sofort von Cheftrainer Patrick Rahmen getrennt. Der 51-jährige Basler wird durch Stephan Keller ersetzt.

Keller war die letzten drei Jahre als Assistenztrainer tätig, kam nach der Coronapause aber nicht mehr aufs Brügglifeld zurück, da er eine Anstellung als Cheftrainer anstrebte. Nun erhält er diese Chance also bei seinem bisherigen Arbeitgeber. Er unterzeichnete einen Vertrag bis ins Jahr 2023. Keller war bis 2012 Profispieler (u.a. beim FC Zürich), anschliessend über Jahre Nachwuchstrainer in den Niederlanden, bevor er 2017 nach Aarau kam.

Portrait Keller in Fussball-Shirt mit Fussball unter dem Arm
Legende: Der neue Cheftrainer auf dem Brügglifeld: Stephan Keller. zvg/FC Aarau

Es fehlte die Konstanz: Unter Cheftrainer Rahmen erlebte die Mannschaft in den letzten Jahren ein Auf und Ab. In der letzten Saison erwischte Aarau einen katastrophalen Start, kämpfte sich dann aber bis an die Spitze und schaffte fast den Aufstieg in die Super League. Erst im letzten Spiel gegen Xamax scheiterte Aarau kläglich.

In dieser Saison ging es ähnlich weiter. Es fehlte an Konstanz, wie gerade auch die letzten Tage zeigen. Nach einem überraschenden Sieg gegen Leader Lausanne verlor Aarau gegen Kriens deutlich. Aktuell steht der Verein nur auf dem achten Rang in der Tabelle.

«Es war ein Auf und Ab unter Patrick Rahmen», sagt auch FCA-Präsident Philipp Bonorand. «Irgendwo stimmt etwas nicht.» Natürlich hätten auch Funktionäre und Sportchef Sandro Burki ihren Anteil an dieser sportlich durchzogenen Bilanz der Mannschaft. Aber, gibt sich Bonorand optimistisch: «Diese Mannschaft ist besser, als es die Tabelle aktuell zeigt.»

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Die Aufholjagd 2019: Rahmen wird als «Trainerwunder» gefeiert
Aus sportpanorama vom 05.05.2019.
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Entlassung zu diesem Zeitpunkt überrascht: Trotz der durchzogenen Bilanz bleibt festzuhalten, dass der FC Aarau schon schlechtere Zeiten durchgemacht hat - auch unter Trainer Rahmen. Zudem ist der Zeitpunkt für die Trainerentlassung direkt nach der Coronapause eher speziell.

Präsident Bonorand gibt zu, dass die Entlassung nicht so geplant gewesen sei. Der Entscheid für den neuen Trainer Stephan Keller allerdings schon. «Wir hatten ihn schon lange im Hinterkopf». Er sei der richtige Mann für die neue Strategie des kleinen Klubs.

Wir hatten Stephan Keller schon länger im Hinterkopf.
Autor: Philipp Bonoranddesig. Präsident FC Aarau

Die durchzogene Bilanz in der aktuellen Saison habe dazu geführt, dass man den sowieso geplanten Trainerwechsel nun vorgezogen habe. «Wir hätten Geld sparen können, wenn wir mit Patrick Rahmen weitergearbeitet hätten», gibt Bonorand zu. Man habe aber auch für die aktuelle Saison ein Zeichen setzen wollen.

Die neue Strategie in Aarau: Künftig will der FC Aarau vor allem mit jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs auf den Platz gehen, geplant sei eine langfristige Entwicklung der Mannschaft, erklärt Präsident Bonorand. Bisher habe man «kurzfristig versucht, die Superleague zu erzwingen». Das habe viel Geld gekostet und doch nicht zum gewünschten Erfolg geführt.

Neben den jungen Spielern brauche es ein Gerüst aus routinierten, älteren «Leitfiguren». Und einen Trainer, der mit solchen Spielern umzugehen wisse. Bonorand sagt es so: «Man muss dabei auch mal etwas Geduld haben, wenn junge Spieler einen Fehler machen.»

Regionaljournal Aargau Solothurn, 12:03 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Adriano Granello  (adgr)
    Doch doch, am Trainer liegt es AUCH, denn gerade bei einer zusammengewürfelten heterogenen Mannschaft mit beschränkten spielerischen und konditionellen Fähigkeiten, kann ein guter Trainer Wunder bewirken! Was aber beim FC Aarau eher illusorisch sein dürfte, ist die Vorstellung, dass man lauter hochbegabte Junioren im eigenen Nachwuchs hat und diese in der ersten Mannschaft an Stelle von teuren Profis einsetzbar sind. Das ist eine tragische Selbstüberschätzung, und DAFÜR kann der Trainer nichts!
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  • Kommentar von Urs Salzmann  (pfefferusalz)
    Die nächste Posse des FCA; das wird nichts. Es liegt sicher nicht am Trainer!
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  • Kommentar von Adriano Granello  (adgr)
    So wie sich das anhört, will der FC Aarau in Zukunft auf Sparflamme kochen und sich mit der Nationalliga B begnügen. Auf Junge aus dem eigenen Nachwuchs des kleinen Fussballclubs zu setzen und Fehler der Spieler vorneweg grosszügig zu verzeihen, kann als freundliche Geste und als wirtschaftlich sinnvoll verstanden werden. Gleichzeitig muss man sich die Frage stellen, ob das noch etwas mit professionellem Fussball zu tun hat. Freiwilliger Rückzug à la FC Wohlen wäre schliesslich auch eine Option.
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