Kurtaxe Egerkingen Geld für Blumenschmuck und E-Bikes

Im solothurnischen Dorf Egerkingen gibt es eine Kurtaxe. Doch was macht man mit dem Geld, das seit fünf Jahren jeder Hotelgast bezahlen muss? Bei Gemeinde und Gewerbe hat man unterschiedliche Vorstellungen.

Ein Brumen mit Blumen drauf, dahinter einige Bäume, Blumenbouquets und Häuser Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch den Blumenschmuck müssen die Hotelgäste in Egerkingen mitfinanzieren. Keystone

Als Kurort gilt Egerkingen definitiv nicht. «Wir haben aber ein schönes Naherholungsgebiet», findet Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi. In diesem hat man nun Wanderwege gebaut und Grillplätze aufgestellt, mitfinanziert durch das Geld der Kurtaxe.

Die Hälfte der 125'000 Franken wird nämlich von der Gemeinde für den Unterhalt der Infrastruktur ausgegeben. Unter anderem auch für den Blumenschmuck oder die Weihnachtsdekoration. Aber auch die Hotels kämen nicht zu kurz, sagt Johanna Bartholdi: «Wir haben gerade erst den Hotels 12 E-Bikes gekauft.»

Die Freude über die neuen Elektrovelos hält sich bei den Egerkinger Hoteliers aber in Grenzen. «Das sind zu kleine Projekte», findet Louis Bischofberger, «man muss nicht kleckern sondern etwas Grosses machen».

Pläne, was dies sein könnte, hat Louis Bischofberger vom Gasthof Kreuz einige. Beispielsweise ein Dorfbus, der die Leute vom Bahnhof zu den Hotels fährt. Davon hätte, seiner Meinung nach, zudem auch noch die Bevölkerung profitiert. Bei der Gemeinde fand seine Idee jedoch kein Anklang.