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Aargau Solothurn Geri Müllers Chat-Partnerin akzeptiert Strafbefehl

Ein Kapitel in der Affäre um die Nackt-Selfies des Badener Stadtammanns und damaligen Nationalrats Geri Müller ist beendet. Die frühere Chatpartnerin hat ihre Einsprache gegen den Strafbefehl zurückgezogen.

Die ehemalige Chat-Partnerin des Grünen-Politikers Geri Müller akzeptiert eine Busse von 1800 Franken sowie eine bedingte Geldstrafe von 9000 Franken. Dazu war sie von der Staatsanwaltschaft Bern wegen Beschimpfung, übler Nachrede, versuchter Nötigung, Urkundenfälschung und unbefugten Aufnehmens von Gesprächen per Strafbefehl verurteilt worden.

Reaktion des Stadtammanns

Einen Rekurs dagegen hat die Frau nun zurückgezogen. Das geht aus einem Schreiben ihres Anwalts an die Staatsanwaltschaft hervor. Damit muss sie auch die Anwaltskosten von fast 16'300 Franken und die Verfahrenskosten von über 8000 Franken tragen.

Was sagt Geri Müller dazu, dass die Chatpartnerin ihre Einsprache nun zurückgezogen hat und die Strafe akzeptiert? Auf Anfrage des Regionaljournals Aargau Solothurn nimmt der Badener Stadtammann dies zur Kenntnis, will aber nicht mehr dazu sagen.

Weitere Verfahren im Gang

Die Nacktselfie-Affäre war im Sommer 2014 bekannt geworden. Die «Schweiz am Sonntag» hatte berichtet, dass der Badener Stadtammann Geri Müller von seinem Stadthausbüro aus einer Chat-Bekannten Nacktbilder geschickt hatte. Danach soll er sie zum Löschen der Mitteilungen aufgefordert haben.

Geri Müller
Legende: «Es war eine öffentliche Hinrichtung» Geri Müller setzte die Berichterstattung sowie die Veröffentlichung illegaler Aufnahmen sichtlich zu. Keystone

Da sie ein entsprechendes Gespräch ohne Müllers Wissen aufzeichnete und später Ausschnitte davon in diversen Medien auftauchte, erstattete der damalige Nationalrat Anzeige.

Diese wurde schliesslich auf den Chefredaktor der «Schweiz am Sonntag» sowie zwei weitere Personen ausgeweitet. Der Vorwurf: Sie hätten illegal erstellte Tonaufnahmen ausgewertet und verbreitet. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Noch ist jedoch keines dieser Strafverfahren abgeschlossen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Rudolf Wehrli (wehrl@hrw.ch)
    Hebeisen: Was soll das? Der Geri ist Opfer, nicht Täter! Hier u überhaupt in diesem Fall: Er ist Opfer der eben deswegen gerichtlich bestraften Partnerin! "Dank" ihr wurde der Badener Stadtammann fast ein halbes Jahr lang täglich von Ihresgleichen öffentlich geteert u gefedert, u zwar für NICHTS, das Sie u mich auch nur im geringsten anginge! Für eine ganz u gar private Korrespondenz kam Geri eben gerade nicht flott weg, wie Sie sehr dummerweise behaupten u sich damit auch noch saugut vorkommen!
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  • Kommentar von Lucas Kunz (L'art pour l'art)
    ... ganz schön teuer, die Juristerei! Offenbar hat's dort vergoldete Kloschüsseln ...
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Da kommt der Geri aber flott weg,
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      In der Tat er ist relativ gut weggekommen aus dieser peinlichen Affäre ! - Was wäre wohl gewesen, wenn es einer aus einer medial verhassten Partei gewesen wäre ? (smile) Was hätten wir dann so alles lesen können ? Aber eben..., da ist nicht nur die Oeffentlichkeit die es eigentlich nichts angeht, da ist noch die Frau und die Familie, die da in Mitleidenschaft gezogen wurde durch diese Affaire.
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