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Solothurner Bürgergemeinden Gesucht: Schweizer, die sich einbürgern lassen wollen

Die Bürgergemeinde im solothurnischen Aeschi wirbt mit einer «Einbürgerungsaktion». Das Ziel: Die Schweizer im Dorf sollen Bürger werden und so verhindern, dass die Bürgergemeinde ausstirbt. Der Bürgergemeindepräsident weiss: Mit neuen Pässen allein ist es nicht gemacht.

1200 Einwohner hat Aeschi im Solothurner Wasseramt. 160 von ihnen sind auch Bürger von Aeschi. Immerhin. Vom Aussterben bedroht ist die Bürgergemeinde damit nicht. Noch nicht, meint Thomas Jäggi.

Jäggi ist Präsident der Bürgergemeinde: «Längerfristig muss man in neue Ideen investieren, zum Beispiel eine Einbürgerungsaktion starten, damit es die Bürgergemeinde auch in ein paar Jahren noch gibt.»

Kampf gegen die Bedeutungslosigkeit

Die Bürgergemeinden landauf-landab verlieren an Bedeutung, zum Teil lösen sie sich auf, fusionieren mit Einwohnergemeinden. Das will Thomas Jäggi verhindern. Die Einbürgerungsaktion soll neue Bürger bringen. Angesprochen sind Schweizer, die seit 10 Jahren in Aeschi wohnen.

Auch andere Bürgergemeinden haben schon versucht, mit Einbürgerungsaktionen gegen das Aussterben zu kämpfen. Thomas Jäggi weiss: Es braucht mehr, um die Bürgergemeinden vor der Bedeutungslosigkeit zu retten.

«Wenn man nichts macht, kommt niemand»

In Aeschi versucht man es mit vielen Anlässen, Aktivitäten, kulturellem und sozialem Engagement. Bürgergemeindepräsident Jäggi erwähnt die regelmässig erscheinende Zeitschrift, den Advents-Anlass rund um den Burgäschisee, die Kapelle auf dem Steinhof, die man renovieren will.

«Wenn man nichts macht, kommen keine neuen Bürger. Deshalb ist das Bürgergemeindewesen in der Schweiz eben ein bisschen vom Aussterben bedroht. Weil vielerorts gar nichts mehr gemacht wird», sagt Jäggi mit kritischem Blick auf andere Bürgergemeinden.

Ob die Einbürgerungsaktion von Aeschi Erfolg hat, sieht man Ende April. Bis dahin haben Einbürgerungswillige Zeit, sich zu melden. Und im Herbst ist dann ein grosses Fest für alle neuen Bürger geplant.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Die ländlichen Gemeinden sind etwas einfältig. Etwas harsch gesagt: Wenn man doch weiss, dass heute der grösste Anteil der Bevölkerung "alt" ist, dann sollte man doch in diesem Segment anpacken. Auch wenn alte Menschen nicht mehr arbeiten, können sie aber Arbeitsplätze +Dörfer fördern.Denn Menschen sind bis 80 +mehr aktiv. Wenn diese Gemeinden nun dafür sorgen würden, dass man "Gruppen" mit ganz kleinen Häusern (z.B.einfache 2-Zimmer) mit Garten baut, bezahlbar für selbstverantwortliche "Alte".
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