Goldfund von Klingnau bleibt ein Rätsel

Der Fund sorgte für Aufsehen: Gemeindearbeiter haben 2012 in Klingnau 2,5 Kilogramm Gold gefunden. Wem der Goldbarren gehört konnte bis heute nicht geklärt werden. Auch eine strafbare Handlung könne man nicht nachweisen, sagte die Staatsanwaltschaft. Der Fall ist nun abgeschlossen.

Fieberhaft suchte die Staatsanwaltschaft 2012 nach dem Besitzer der Goldbarren. Bis anhin konnte niemand beweisen, dass er oder sie Besitzer des Goldbarrens ist, sagte die Aargauer Staatsanwaltschaft nun auf Anfrage von Radio SRF.

Goldbarren Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein-Kilogramm Goldbarren im Lager einer Goldverarbeitungsfirma. In Klingnau wurden gar 2,5 Kilogramm Gold gefunden. Keystone

Beim Mähen einer Wiese fanden Gemeindearbeiter Ende Juni 2012 das Gold. Die Barren waren in Seidenpapier eingewickelt und mit Klebeband umwickelt. Polizei und Staatsanwaltschaft rätselten, wem das Gold gehören könnte. Bis heute hat man keinen Besitzer gefunden.

Man könne in diesem Fall auch keine strafbare Handlung nachweisen, so die Staatsanwaltschaft weiter. Deshalb wurde das Strafverfahren nun eingestellt.

Klingnau dürfte das Gold «erben»

Das Gold hat aktuell einen Wert von gut 100'000 Franken. Dieses Geld dürfte der Gemeinde Klingnau zukommen. Allerdings erst in einigen Jahren. Auf Anfrage bei der zuständigen Regionalpolizei heisst es, Fundgegenstände würden erst nach Ablauf einer gesetzlichen Frist den Findern übergeben.

Nach frühestens einem Jahr gibt das Fundbüro den Gegenstand an die Finder zurück. Sie müssen ihn dann allerdings noch vier weitere Jahre aufbewahren, falls sich doch noch der rechtmässige Besitzer melden würde. Dies ist im Zivilgesetz festgeschrieben. Das Gold kann also erst in fünf Jahren verwertet werden.

Weil die beiden Männer, die das Gold gefunden haben, im Dienste der Gemeinde Klingnau stehen, dürfte die Gemeinde Anspruch auf den Fund erheben. Was die Gemeinde Klingnau damit macht, bleibt vorerst unklar. Der Klingnauer Gemeindeammann war für Radio SRF am Donnerstag noch nicht zu erreichen.