Gebühren-Erhöhung Grenchen: Hundehalter, Steuersünder und Tote müssen mehr bezahlen

Diverse Gebühren werden erhöht, hat die Gemeindeversammlung entschieden. Teurer wird es vor allem für Auswärtige, die sich in Grenchen bestatten lassen wollen.

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Bildlegende: Für den Unterhalt der Grabeinfassung verlangt Grenchen neu einmalig 850 Fr. für Grenchner und 1200 Fr. für Auswärtige. SRF / Bähram Alagheband

298 Stimmberechtigte besuchten am Donnerstagabend die Gemeindeversammlung der Stadt Grenchen (17'000 Einwohner). Mit grossem Mehr sagten sie Ja dazu...

  • ...dass neu der Gemeinderat die Hundesteuer festlegen darf. Ab 2017 beträgt die Steuer 130 Franken pro Hund (bisher 90 Franken). Kritisiert wurde, dass nicht klar sei, wie hoch die Aufwendungen der Stadt wegen den Hunden wirklich seien; ein Rückweisungsantrag scheiterte jedoch.
  • ...dass diverse Friedhofs- und Bestattungs-Gebühren erhöht werden. Neu eingeführt wird eine einmalige Gebühr für den Grabfeldunterhalt: Für Grenchner beträgt diese Gebühr 850 Franken, für Auswärtige 1'200 Franken.
  • ...dass es auf dem Friedhof neu ein Wiesenurnengrab geben soll (was 2'800 Franken für Einwohner und 3'200 Franken für Auswärtige kostet) und ein neues Baumurnengrab (4'400 Fr./4'800 Fr.).
  • ...dass die Gebühren für die Feuerungskontrolle erhöht werden, weil sie bislang nicht kostendeckend waren.
  • ...dass der Verzugszins für jene, die ihre Steuern zu spät zahlen, von 3 auf 5 Prozent erhöht wird.
  • ...dass der Rückerstattungszins für jene, die im Voraus zuviel Steuern einzahlen, von 3 auf 0,25 Prozent gesenkt wird, so wie das bereits die Städte Olten und Solothurn beschlossen haben.
  • ...dass die Steuern nicht erhöht werden und bei den Museen gespart wird.