Grenchen: Rote Zahlen, aber keine roten Köpfe

Keinen einzigen Antrag haben die Grenchner Gemeinderäte am Dienstagabend bei der Behandlung des Budgets 2014 gestellt. Obwohl die Stadt nächstes Jahr ein Defizit von 1,85 Mio. Franken erwartet, gab es keine Diskussionen.

Nach 2013 budgetiert die Stadt Grenchen auch für 2014 rote Zahlen. Das Defizit soll allerdings kleiner ausfallen: 1,85 Millionen Franken.

Innenstadt von Grenchen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Grenchen plant im kommenden Jahr ein Minus. Ch-info.ch (CC BY 3.0)

Kostentreiber sind die Bildung und die Soziale Wohlfahrt. So werden die Beiträge an die Sozialen Dienste Oberer Leberberg um 0,9 Mio. höher ausfallen als im Vorjahr. Bei den Investitionen von total 6,5 Mio. fällt insbesondere die Sanierung des Schulhauses Eichholz ins Gewicht, mit 3,8 Mio. Franken.

Das für 2014 budgetierte Defizit ist zwar nicht gut, aber auch nicht dramatisch. Grenchen verfügt über ein Eigenkapital von 33 Millionen Franken und kann es verkraften. Der Stadt geht es noch immer besser als vielen anderen Gemeinden.

2013 wird besser als gedacht

Zudem wird Grenchen das Jahr 2013 besser abschliessen als budgetiert, wie der Leiter Finanzen, David Baumgartner, am Dienstagabend im Gemeinderat ankündigte. Der Wirtschaft laufe es gut, namentlich der Uhrenindustrie. Deshalb seien aktuell höhere Steuereinnahmen zu verzeichnen als prognostiziert. Ursprünglich war für 2013 ein Defizit von 2,7 Mio. Franken veranschlagt.

Das letzte Wort zum Budget 2014 hat die Grenchner Gemeindeversammlung im Dezember. Der Gemeinderat schlägt der Versammlung zudem vor, den Steuerfuss bei 124 Prozent zu belassen.