Grenchner Badi, die erste mit Denkmalschutz in der Region

Als erstes Freibad in den Kantonen Aargau und Solothurn wird die Badi Grenchen unter Denkmalschutz gestellt. Geplant wurde die Anlage 1956 von Bauingenieur Beda Hefti, Erbauer mehrerer Schwimmbäder in der Schweiz. Grenchen war sein letztes Bad, es vereint Elemente aus mehreren Jahrzehnten.

Das Freibad sei einzigartig, erklärt Benno Mutter von der Solothurner Denkmalpflege. Die Bausubstanz aus den 50er-Jahren sei gut erhalten, die Stadt habe ihre Badi gut gepflegt und sanft saniert. Bauten wie die Zuschauertribüne oder der Sprungturm seien im Originalzustand.

Zudem erstrahle die Anlage auch wieder in den ursprünglichen Farben: Weiss mit Türen der Umkleidekabinen in den Primärfarben. Bis zur Sanierung war die Badi in einem braun-grauen Anstrich aus den 1970er-Jahren gehalten.

Denkmalpfleger Mutter lobt auch die grosse Parkanlage mit vielen schattenspendenden Bäumen. Diese sei ebenfalls gepflegt erhalten geblieben.

Mit Zuschüssen erhalten

Durch die Unterschutzstellung kann die Stadt Grenchen bei künftigen Sanierungen auf Beiträge des Kantons hoffen. Dies sei ein willkommener Nebeneffekt des Denkmalschutzes, man habe aber bereits in der Vergangenheit Massnahmen ergriffen, die den Zustand der Badi erhalten sollen, so der stellvertretende Grenchner Stadtbaumeister Jürg Vifian.

Geplant ist bereits die Sanierung der Zuschauertribüne beim Sprungturm. Die Stadt Grenchen hat dafür rund eine halbe Million Franken budgetiert. Ein Zustupf an diese Kosten sei natürlich willkommen, so Vifian. Nun müsse sich die Stadt bei künftigen Sanierungsmassnahmen mit der Denkmalpflege absprechen, dies sei aber kein Hindernis.