Grenchner Gemeinderat steht klar hinter dem geplanten Windpark

Uneingeschränkte Zustimmung gab es am Dienstagabend im Gemeinderat Grenchen zum geplanten Windpark mit sechs Windrädern auf dem Grenchenberg. Alle Parteien hiessen das Projekt gut. Bald beginnt nun die öffentliche Mitwirkung.

Windpark Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Visualisierung des geplanten Windparks auf dem Grenchenberg. zvg

Das kommt nicht oft vor, und erst recht nicht bei einem Projekt wie diesem: Alle Grenchner Gemeinderäte von links bis rechts stimmten am Dienstagabend für den geplanten Windpark Grenchen. Das Projekt wurde von der Exekutive einstimmig gutgeheissen.

Von einem «verhältnismässigen Eingriff» in die Natur sprach beispielsweise die FDP. Das Projekt sei «gut für’s Image der Stadt», meinte die SP, welche die Idee dazu vor einigen Jahren in den Rat gebracht hatte. «Grundsätzliche Unterstützung» gab es von der CVP und ein Ja kam auch von der SVP.

«Politik früh mit einbezogen»

«Wir haben die Politik früh mit einbezogen», erklärte Per Just nach der Sitzung. Der Geschäftsleiter der Städtischen Werke Grenchen, die den Windpark realisieren wollen, war denn auch nicht überrascht. Auch mit den Naturverbänden habe man eng zusammen gearbeitet. Nun hofft Just, dass sie im öffentlichen Auflageverfahren keine Einsprache machen. «Eine Prognose, ob das auch so wird, kann ich aber nicht abgeben», so Just.

Von Einzelpersonen rechnet er hingegen sehr wohl mit Einsprachen. Deshalb dürfte es 2016 werden, bis die Bauarbeiten beginnen können. Der Verein «Pro Grenchen» hat bereits Einsprachen angekündigt, wie deren Initiant Jürg Allemann im Anschluss an die Sitzung bekannt gab.

Zwei Drittel von Grenchen mit Strom versorgen

Sechs Windräder, jedes rund 160 Meter hoch: So soll der Windpark auf dem Grenchenberg schliesslich aussehen. 35 Millionen Franken soll der Park dereinst kosten. Zwei Drittel aller Haushalte und Gewerbebetriebe von Grenchen könnten dank dem Windpark mit Strom versorgt werden. Auch für den Schutz der Tiere soll gesorgt werden: Bereits installiert ist eine Radaranlage, welche Vögel und Fledermäuse erkennt und später dann von selbst die Windrotoren abschalten kann.