Grippewelle fordert Kantonsspital Aarau

Seit dem Jahreswechsel hat die Zahl der Grippefälle deutlich zugenommen - und eine Ende ist vorerst nicht in Sicht. Die Spitäler sind speziell gefordert. Im Kantonsspital Aarau sind die letzten Betten besetzt - man müsse schauen, wo man noch Leute unterbringen könne, heisst es dort.

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Bildlegende: Das Kantonsspital Aarau ist wegen den zahlreichen Grippepatienten gefordert. (Symbolbild) Keystone

Die Zahl Grippefälle steigt zurzeit deutlich. In den Kantonen Aargau, Solothurn, sowie den beiden Basel verzeichnete der Bund pro 100‘000 Einwohner 189 Arztbesuche wegen Grippe. Damit handelt es sich um eine Epidemie.

Die Situation ist damit in den Kantonen Aargau und Solothurn noch weniger gravierend als etwa im Nachbarkanton Bern. Dort liegt die Zahl der Fälle fast doppelt so hoch.

Der Chef der Infektiologie des Kantonsspitals Aarau, Christoph Fux, erwartet, dass sich die Zahlen angleichen. Sprich: In den Kantonen Aargau und Solothurn dürfte die Zahl der Grippefälle nochmals deutlich steigen.

Kaum noch freie Betten

Die Grippeepidemie spürt das Kantonsspital Aarau auch im Betrieb. «Wir haben die letzten Betten besetzt und müssen schauen, wo man die Leute unterbringen kann», sagt Christoph Fux.

Eine besondere Herausforderung ist für das Spital, dass sich die Grippeviren nicht in seinen Gebäuden ausbreiten. Deshalb werden Personen isoliert, bei welchen ein Grippeverdacht besteht.

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Grippe – «Puls» sucht die Viren und Überträger

4:49 min, aus Puls vom 21.1.2013