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Maschine bei Siegfried
Legende: Ein Mitarbeiter an einer Maschine, die Dosierungs-Formen für die orale Einnahme von Medikamenten produziert. Firmenbroschüre Siegfried
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Aargau Solothurn Grosser Coup für Zofinger Pharmaproduzent Siegfried

Das Pharmaunternehmen Siegfried übernimmt vom deutschen BASF-Konzern Teile des Auftrags- und Zulieferergeschäfts im pharmazeutischen Bereich. Siegfried kauft drei Produktionsstätten in der Schweiz, Deutschland und Frankreich für rund 270 Millionen Euro.

In den Fabriken in Evionnaz VS, Minden (D) und Saint-Vulbas (F) wurde 2014 mit über 800 Mitarbeitenden ein Umsatz von rund 280 Millionen Franken erwirtschaftet. Siegfried will alle drei Standorte weiterführen, wie das Unternehmen aus Zofingen am Donnerstag mitteilte.

Siegfried verdoppelt nicht nur Mitarbeiterzahl

Siegfried in Zofingen von aussen
Legende: Aargauer Siegfried erlebt historischen Tag: Grösste Übernahme ihrer Geschichte. Keystone

Bereits letzten November kaufte die Siegfried ein deutsches Pharmaunternehmen mit 500 Mitarbeitenden. Zusammen mit der BASF-Teil-Akquisition hat die Siegfried ihre Mitarbeiterzahl innerhalb eines Jahres verdoppelt.

«Auch der Umsatz der Gruppe wächst mit dem Kauf um das Zweifache», sagte Peter Gehler, Mediensprecher der Gruppe, gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Mit der Übernahme schliesst Siegfried nach eigenen Angaben die Akquisitionspolitik der letzten fünf Jahre ab. Sie erreicht das gesetzte Umsatzziel von 500 Millionen Franken und wird zum weltweiten Marktführer der Pharma-Zulieferer-Branche im Wirkstoff-Bereich.

Warten auf grünes Licht der Wettbewerbsbehörde

Siegfried erwartet den Vollzug der Transaktion spätestens im Herbst 2015. Zuvor muss eine Konsultation mit den Gewerkschaften in Frankreich abgeschlossen werden und auch die Wettbewerbsbehörden müssen den Kauf noch genehmigen.

Der Kauf sei durch ein Syndikat von Schweizer Banken sichergestellt, hiess es weiter. Später will Siegfried eine Anleihe zur teilweisen Refinanzierung des Kaufes begeben. Nach erfolgter Übernahme wird die Gruppe über 2200 Mitarbeiter an 9 Standorten beschäftigen.

Der Hauptsitz des Konzerns bleibt weiterhin in Zofingen und wächst auch. «Es werden am Standort Zofingen mehr Arbeitsplätze geschaffen», sagte Peter Gehler. Wie viele neue Stellen geschaffen werden, ist aber noch unklar.

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