Häftling in Strafanstalt Schöngrün starb an Vergiftung

Der Tod eines Insassen der Solothurner Strafanstalt Schöngrün vom Juni 2013 ist geklärt. Der 50-Jährige starb an einer Vergiftung, die durch den Mischkonsum von Medikamenten hervorgerufen wurde. Ob es ein Suizid war, ist allerdings nicht klar.

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Bildlegende: Die Strafanstalt Schöngrün am Stadtrand von Solothurn. Der Tod eines Insassen musste untersucht werden. Keystone

Der 50-Jährige Häflting starb einem «Medikamenten-Cocktail». Es hätten sich keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gefunden, teilte die Solothurner Staatsanwaltschaft am Montag mit. Das Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin liegt vor. Die Staatsanwaltschaft verzichtet auf die Eröffnung einer Strafuntersuchung.

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Skandal in Solothurner Strafanstalt

1:33 min, aus Schweiz aktuell vom 22.12.2009

Der Mann war am 25. Mai 2013 bewusstlos in seiner Zelle aufgefunden wurden. Er wurde ins Bürgerspital Solothurn gebracht, wo er einige Tage später verstarb. Zur Klärung der Todesursache hatte die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet und ein Gutachten in Auftrag gegeben.

Skandal in der Vergangenheit

Die Solothurner Strafanstalt stand 2009 unter Beschuss, weil Dritte ins Gefängnis reingekommen sind. Damals schleuste einer der Insassen seine minderjährige Tochter in eine Aussenstelle der Anstalt und stellte sie anderen Häftlingen für sexuelle Handlungen zur Verfügung. Eine Einwirkung von Dritten kann im aktuellen Fall aber ausgeschlossen werden.