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Mario Müller über das härteste Radrennen der Welt
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Härtestes Radrennen der Welt «Schmerzen hatte ich nie»

Der Neuendörfer Mario Müller ist zurück vom härtesten Velorennen der Welt. 5'000 Kilometer mit 50'000 Höhenmetern Steigung bezwang er mit seinem Viererteam am «Race Across America».

Mario Müller

Mario Müller

Ultra-Cyclist

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Mario Müller ist ein Ultra-Cyclist aus Neuendorf im Kanton Solothurn. Der Mittfünfziger hat 2012 an der Tortour teilgenommen, dem längsten Velorennen der Schweiz über 1000 Kilometer. 2019 erreichte er mit seinem Team am längsten Rennen der Welt, dem «Race Across America», in 8 Tagen und 16 Minuten das Ziel.

SRF: 5000 Kilometer quer durch die USA – eine spezielle Idee. Wie kamen Sie dazu, am «Race Across America» teilzunehmen?
Mario Müller: Ich fahre schon seit knapp 30 Jahren Rennvelo. Bevor ich zum Ultra-Cycling, das heisst zu langen Distanzen wechselte, fuhr ich Hobby-Rennen. 2012 nahm ich dann an der Tortour teil, dem längsten Rennen in der Schweiz mit 1000 Kilometern. Schon damals sagte mir das «Race Across America» etwas – das härteste Ultra-Cycling-Rennen der Welt. Etwas gröberes kann man nicht machen. Es ist wie Wimbeldon im Tennis. Vor zwei Jahren wurde ich angefragt, ob ich im Viererteam mitmachen möchte. Ich musste es mir zuerst überlegen, da der Aufwand sehr gross ist. Aber ich dachte mir, so eine Möglichkeit kommt nicht wieder und ich sagte zu.

Was bleibt Ihnen vom Rennen besonders in Erinnerung?
Vieles. Die Distanz ist das eine. Man muss hart trainieren, sonst schafft man es nicht. Aber sonst hat vor allem das Land Eindrücke hinterlassen. Die Weiten, die unterschiedlichen Wetterverhältnisse.

Es ist schwierig nachzuvollziehen, wenn man es selber nicht erlebt hat.

In Kansas beispielsweise fährt man 400 Meilen einfach gerade aus ohne dass man auf jemanden trifft. Solche Dinge machen das Rennen speziell. Es ist schwierig nachzuvollziehen, wenn man es selbst nicht erlebt hat.

Sie haben es ins Ziel geschafft. Spielt die Zeit bei einem solchen Extremrennen überhaupt noch eine Rolle?
Für unser Team spielte die Zeit keine Rolle. Wir hatten 9 Tage Zeit, um die Strecke zurückzulegen. In erster Linie wollten wir happy und unfallfrei ins Ziel kommen.

In erster Linie wollten wir happy und unfallfrei ins Ziel kommen.

Wir brauchten dazu 8 Tage und 16 Minuten. Während des Rennens machten wir uns keinen Druck. Als wir aber gegen Schluss merkten, dass wir schnell unterwegs sind, gab es uns zusätzliche Motivation. Es fuchste uns am Schluss ein bisschen, dass wir nicht unter 8 Tagen bliben, aber wir sind wirklich zufrieden.

Das Gespräch führte Antoinette Gloor.

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