Hirschthal: Feuerwehr patrouilliert gegen Dämmerungs-Einbrecher

In den dunklen Wintermonaten sorgen in Hirschthal seit 15 Jahren Feuerwehrleute für Sicherheit. Sie patrouillieren in der Gemeinde, um Dämmerungseinbrüche zu verhindern. Offenbar zeigen diese Patrouillen Wirkung.

Ein Einbrecher leuchtet mit einer Taschenlampe in eine Wohnung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wenn die Tage kürzer werden steigen Zahlen von Einbrüchen. Keystone

Hirschthal liegt nahe der Autobahnausfahrt Kölliken und ist daher ideal für Dämmerungseinbrecher. Vor 15 Jahren kam die Idee auf, Feuerwehrleute auf Patrouille zu schicken, um für Sicherheit zu sorgen. Hirschthal war die erste Gemeinde der Schweiz, die solche Patrouillen einführte.

Die Patrouillen seien ein grosser Erfolg, betont Gemeindeammann Peter Stadler gegenüber dem Regionaljournal: «In den 15 Jahren hatten wir nur noch 3 Einbrüche - vorher waren es 12 Einbrüche in einer einzigen Saison».

Die Feuerwehr ist nicht die Polizei

Zu Beginn wurde befürchtet, die Feuerwehrleute würden sich wie «Sheriffs» aufführen. Diese Befürchtungen haben sich jedoch nicht bewahrheitet: «Unsere einzige Waffe ist das Handy», sagt Feuerwehrmann David Bertschi. Wenn er einen Einbruch beobachtet, ruft er die Polizei.

Es gehe bei der Patrouille auch nicht darum, Einbrecher zu «jagen». Vielmehr gehe es darum, Präsenz zu markieren, Einbrecher abzuschrecken.