«Ich kann nicht verlangen, dass jeder das Gleiche sagt»

Bei der Aargauer CVP kommte es zum Wechsel an der Spitze: Die Delegierten der Partei haben am Mittwochabend Marianne Binder zur neuen Präsidentin gewählt. Sie hat noch keine klaren Ziele.

Nach vier Jahren an der Spitze der Aargauer CVP tritt Markus Zemp ab. Neue Präsidentin ist die Grossrätin Marianne Binder. Ihre Wahl bei der Delegiertenversammlung in Lenzburg fiel einstimmig. Allerdings war sie auch die einzige Kandidatin.

Mann mit Blumenstrauss neben Frau. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die CVP Aargau hat eine neue Präsidentin. SRF/Mario Gutknecht

Marianne Binder ist 57 Jahre alt, kommt aus Baden, und war früher Kommunikationschefin der CVP Schweiz. Sie gilt in Bundesbern und im Aargau als gut vernetzt.

Schwierige Aufgaben

Auf Binder warten grosse Heraus-forderungen. Im Herbst sind die Wahlen für das Kantonsparlament. Die CVP hatte dabei in den letzten 30 Jahren immer wieder verloren. So betrug der Wähleranteil Mitte der 80er-Jahre noch über 20 Prozent. Bei den letzten Wahlen 2012 waren es gerade noch 13 Prozent.

Ob die CVP diesen Wähleranteil halten kann oder noch weiter verliert, wollte Marianne Binder im Interview mit Radio SRF nicht voraussagen. Das Ziel sei jedoch, die Sitze im Parlament und in der Regierung zu halten.

Weiter muss Binder ihre Partei einen. Mehrere Parteimitglieder sagten gegenüber Radio SRF, dass die CVP geschlossener auftreten müsse. Es dürfe kein Hickhack mehr geben. Marianne Binder wiederum betonte, dass die CVP nie eine solche Einheit bilde wie etwa die SVP. Sie könne auch als Parteipräsidentin nicht einfach alles von oben herab vorgeben.