Illegaler Medikamentenhandel in Villmergen

Gegen mehrere Personen führt die Aargauer Staatsanwaltschaft im Moment Untersuchungen oder Verfahren wegen Handels mit illegalen Medikamenten. Es gehe vor allem um Anabolika und Potenzmittel, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilt. Der illegale Handel flog nur durch einen Zufall auf.

Eigentlich ermittelten die Behörden wegen einer Brandstiftung in einem Fitness-Studio in Villmergen. Einem 33-jährigen Mann wird zur Last gelegt, er habe eine Drittperson zur Brandlegung in dem von ihm betriebenen Studio angestiftet. Sein Ziel sei ein Versicherungsbetrug gewesen.

Anabolika, Steroide und Potenzmittel: Der illegale Handel mit diesen Substanzen blüht auch im Aargau. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Anabolika, Steroide und Potenzmittel: Der illegale Handel mit diesen Substanzen blüht auch im Aargau. Keystone

Im Lauf der Ermittlungen stiessen die Untersuchungsbehörden im Fitness-Studio allerdings auf verdächtige Medikamente. Diese Anabolika und Potenzmittel sind vom Angeklagten vermutlich illegal hergestellt und vertrieben worden.

In der Folge wurde gegen den Beschuldigten auch Anklage erhoben wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das Heilmittelgesetz und mehrfacher Geldwäscherei. In diesem Zusammenhang wird ihm vorgeworfen, mit einer Vielzahl verschiedener illegal hergestellter, verschreibungspflichtiger und nicht zugelassener stark gesundheitsgefährdender Anabolika und Potenzmittel gehandelt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft fordert eine unbedingte Freiheitsstrafe von sechs Jahren und eine Busse von 10'000 Franken. Die Anklage ist am Bezirksgericht Bremgarten hängig.

Eventuell ist ein ganzer Händler-Ring aktiv

Im Zusammenhang mit dem illegalen Medikamentenhandel wurden von der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten weitere Strafverfahren eröffnet. Die umfangreichen Untersuchungen gegen drei weitere beschuldigte Personen wegen Widerhandlungen gegen das Heilmittelgesetz und mehrfacher Geldwäscherei
sind noch hängig.