Illegaler Medikamentenhandel in Villmergen: Weitere Anklagen

Die Aargauer Oberstaatsanwaltschaft hat gegen zwei weitere Personen Anklage erhoben, die mutmasslich am illegalen Handel mit Medikamenten in einem Fitnessstudio in Villmergen beteiligt sind. Den beiden wird vorgeworfen gewerbsmässig und illegal mit Medikamenten gehandelt zu haben.

Im Fitnessstudio in Villmergen wurden grosse Mengen von illegal hergestellten Anabolika und Potenzmittel gefunden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Fitnessstudio in Villmergen wurden grosse Mengen von illegal hergestellten Anabolika und Potenzmittel gefunden. zvg

Den beiden Männern, 48- und 33-jährig, wird vorgeworfen mit einer Vielzahl verschiedener illegal hergestellter, verschreibungspflichtiger und nicht zugelassener Anabolika und Potenzmittel gehandelt zu haben. Diese Substanzen seien stark gesundheitsgefährdend wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilt.

Fläschchen, Döschen, Spritzen und Tabletten in verschiedenen Farben stehen auf einem Tisch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Behörden fanden in Villmergen verschiedene Anabolika und Potenzmittel in grossen Mengen. zvg

Die Staatsanwaltschaft wird für beide Beschuldigte Freiheitsstrafen fordern. Die Anklagen sind am Bezirksgericht Bremgarten hängig. Ebenfalls bereits hängig ist dort die Anklage gegen den 33-jährigen Besitzer des Fitnessstudios, wo die verbotenen Medikamente gefunden wurden. Neben dem Handel mit illegalen Medikamenten wird ihm auch vorgeworfen, eine Drittperson zur Brandstiftung an seinem Fitnessstudio angestiftet zu haben. Gegen einen weiteren 43-jährigen Mann, der mutmasslich ebenfalls am Medikamentenhandel beteiligt war, läuft zur Zeit noch die Untersuchung.

Über 1,5 Millionen Franken Bargeld beschlagnahmt

Zahlreiche 1000 Franken und 200 Franken Noten liegen ausgebreitet auf einem Tisch Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rund 1,5 Millionen Franken Bargeld wurde beschlagnahmt, das mutmasslich durch den illegalen Handel erwirtschaftet wurde. zvg

Im Zusammenhang mit diesen Verfahren wurden grosse Mengen von Anabolika (flüssig in Ampullen wie auch Tabletten), Potenzmittel und auch Spritzen beschlagnahmt. Diese Medikamente wurden teilweise im Kanton Bern, hauptsächlich aber an einem unbekannten Ort in der Schweiz illegal hergestellt.

Zudem wurden über 1,5 Millionen Franken an Bargeld beschlagnahmt. Dieses Geld wurde mutmasslich durch den illegalen Medikamentenhandel erwirtschaftet.

Ins Rollen kam der Fall, als die Untersuchungsbehörden während Ermittlungen zu einer Brandstiftung im fraglichen Fitnessstudio in Villmergen auf die verbotenen Substanzen stiessen.

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