Im Aargau leben immer mehr Pferde

In den Ställen im Aargau steht immer häufiger ein Pferd. Die Zahl der Tiere hat innerhalb von zehn Jahren um über die Hälfte zugenommen. Grund hierfür sei auch der Wohlstand.

Es ist ein schöner Nebenerwerb für die Bauern: Immer häufiger können sie auch Pferde in ihren Ställen hüten. Alleine seit 2003 hat die Zahl der Pferde um 3‘000 Tiere zugenommen. Heute leben über 8‘300 im Aargau.

Ein Pferd auf einer grünen Wiese. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Immer mehr Aargauer besitzen ein Pferd. Dirk Schelpe / pixelio.de

Einen Grund für den Trend sieht Andreas Estermann vom Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg darin, dass der Wohlstand in der Schweiz zugenommen hat, wie er gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF sagte. Heute könnten sich auch Mädchen ein Pferd leisten, welche dies vor einigen Jahren noch nicht konnten.

Für viele Bauern ist dies ein neues Geschäftsfeld. Sie hüten die Tiere für ihre Besitzer. Allerdings sind die goldenen Zeiten bereits vorbei. Der Bauernverband hat einen Richtpreis von 880 Franken pro Pferd und Monat vorgeschlagen.

Wegen des zunehmenden Wettbewerbs unterbieten die Bauern immer häufiger diesen Preis. Teilweise verlangten sie nur noch 550 Franken, so Estermann. Voll auf die Pferde zu setzten ist deshalb für die meisten Bauern keine Option. Eine Zusatzeinkunft etwa zu Milchkühen und Schweinen ist es jedoch allemal.

Der Trend zu mehr Pferden gibt es dabei nicht nur im Kanton Aargau. Auch in Solothurn hat die Zahl der Tiere zugenommen. Laut einer Schätzung des Bundes leben heute rund 4‘500 Pferde im Kanton Solothurn.