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Die Aargauer Regierung kann ihre Immobilienstrategie umsetzen
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 12.11.2019.
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Immobilienstrategie Aargau Das Kantonsparlament will sparen und etwas für die Umwelt tun

Die Allianz: Linke und bürgerliche Parteien im Aargauer Kantonsparlament stimmten der neuen Immobilienstrategie der Regierung zu – aber aus ganz unterschiedlichen Gründen. Die einen erhoffen sich dadurch tiefere Ausgaben, die anderen mehr Energieeffizienz. Mit 86 zu 45 Stimmen stimmte der Grosse der Strategie am Dienstag zu.

Die Idee: Kaufen anstatt mieten. Verwaltungsgebäude selbst besitzen, anstatt jedes Jahr Millionen für die Miete ausgeben – das ist eine Idee hinter der Immobilienstrategie der Aargauer Regierung. Die andere Idee: Arbeitsplätze zentralisieren, also gross Gebäude bauen und diese effizient nutzen. Bis 2030 will die Regierung 14 grosse Bauprojekte mit Investitionen von je mehr als 20 Millionen Franken realisieren. Heute ist die Aargauer Kantonsverwaltung an vielen Orten verzettelt. Sie besteht aus vielen zum Teil kleinen Standorten.

Die Projekte: Geplant sind einige Grossprojekte. Dazu gehören etwa ein Neubau für die Kantonspolizei in der Aarauer Telli (60 Millionen Franken), ein neues Kantonslabor (45 Millionen) oder die Erneuerung diverser Schulstandorte (mehrere 100 Millionen). Die grössten Brocken sind eine zwei neue Kantonsschulen für zusammen fast 200 Millionen Franken.

Die Sparer: Bei den Parteien im Mitte-rechts-Spektrum stiess die Idee auf Zustimmung, weil sie sich dadurch Einsparungen erhoffen. Die jährlichen Mietausgaben würden wegfallen. Und durch die Zentralisierung würden weniger Gebäude benötigt, weil die Büros effizienter genutzt werden könnten.

Die Umweltschützer: Die linken Parteien stehen hinter der Strategie aus Gründen der Nachhaltigkeit. Eigene Gebäude könnte der Kanton energetisch sanieren und mit erneuerbare Energien aufrüsten – im Gegensatz zu Mietobjekten. Bei Neubauten könne der Kanton sogar mit gutem Vorbild voran gehen und Gebäude planen, die mehr Energie produzieren als verbrauchen, so die Hoffnung.

Die Ablehner: Widerstand gab es von SVP und EDU. Sie befürworteten die Strategie grundsätzlich, wehrten sich aber gegen die angedachte Finanzierung der Projekte. In der Erfolgsrechnung will die Regierung anstatt der Investitionen die Abschreibung der Bauten verrechnen. Damit würde die Schuldenbremse ausgehebelt, so die Kritik.

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