In der Region sind vor allem handwerkliche Lehrstellen übrig

Die gute Nachricht: In den Kantonen Aargau und Solothurn sind gesamthaft noch mehrere 100 Lehrstellen zu haben. Die schlechte Nachricht: Die Auswahl ist nicht mehr gross. Zu haben sind praktisch nur noch handwerkliche Lehren und Stellen in technisch anspruchsvollen Berufen.

Wer jetzt noch eine Lehrstelle sucht für nächsten August, der muss mit einer handwerklichen Lehre vorlieb nehmen. So tönt es bei den kantonalen Stellen im Aargau und im Kanton Solothurn.

Noch 500 Lehrstellen im Aargau und 200 im Kanton Solothurn

Ein Schreinerlehrling hämmert an einem Holzbrett, er trägt einen Handschuh, einen blauen Helm und einen schwarzen Pullover. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Handwerkliche Lehrstellen wie die des Schreiners sind aktuell in den Kantonen Aargau und Solothurn noch zu haben. Keystone

Im Moment habe es fast nur noch Lehrstellen im handwerklichen Bereich und für technisch anspruchsvolle Berufe, erklärt Ruedi Zimmerli. Er ist der Leiter der Abteilung Berufslehren Kanton Solothurn. Die gute Nachricht: Für diese Berufe gab es per Anfang Juli noch relative viele Lehrstellen, und zwar rund 200. «Wer jetzt noch sucht, muss halt nehmen, was es hat», erklärt Zimmerli.

Im Kanton Aargau sind zwar mehr Lehrstellen offen, nämlich rund 500. Doch auch hier ist die Auswahl nicht mehr gross: Auch hier sind lediglich noch handwerkliche und technisch anspruchsvolle Berufe übrig.

Jugendliche müssen Traumberuf nicht abschreiben

Eines gilt sowohl im Kanton Solothurn wie auch im Aargau: Für den Traumberuf «KV» gibts im kommenden Lehrjahr keine Lehrstellen mehr. Das heisst aber nicht, dass junge Leute ihren Traum aufgeben müssen. «Man kann eine Kurzlehre machen und danach eine Zusatzlehre anhängen. Auch so können Jugendliche zu ihrem Traumberuf kommen», meint Ruedi Zimmerli gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Schweizer Radio SRF.

Dass es per Anfang Juli immer noch mehrere 100 Lehrstellen in der Region hat, ist übrigens nichts Aussergewöhnliches. Das sei in der ganzen Schweiz so, meint der Solothurner Leiter der Abteilung Berufslehren. Aufgrund der demografischen Entwicklung in der Schweiz werde das auch so bleiben, erklärt Ruedi Zimmerli. «Es gibt immer weniger Kinder und deshalb auch immer weniger Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen.»