Altes Rezept gegen viele Mäuse In Obersiggenthal bezahlen neu Private die Mausprämie

Im Frühling spriessen nicht nur Pflanzen, auch die Mäuse kommen wieder aus ihren Höhlen an die Oberfläche. Vor allem in ländlichen Gemeinden versuchen Gemeinden die Mauspopulation zu begrenzen. In Obersiggenthal konnte sich die Gemeinde die Mausprämien nicht mehr leisten, nun springen Private ein.

Maus im Käfig Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Für gefangene Mäuse bezahlt in Obersiggenthal nicht mehr die Gemeinde eine Prämie, sondern Private. imago

Aus Spargründen hat die Gemeinde Obersiggenthal die Mausprämie, also den Batzen, den die Gemeinde für gefangene Mäuse bezahlt, eigentlich aus dem Budget gestrichen. Nun habe aber die gemeinderätliche Landwirtschaftskommission doch noch eine Möglichkeit gefunden, die erfolgreichen Mauser zu belohnen, sagt Gemeindeschreiber Toni Meier gegenüber Radio SRF.

Hand hält Maus am Schwanz Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Gemeinde konnte die Prämie für gefangene Mäuse nicht mehr selber zahlen, nun springt die Landwirtschaft ein. imago

Neu würden Private die Mausprämie zahlen: «Ich weiss zwar nicht genau, wer es bezahlt, gehe aber davon aus, dass es aus der Landwirtschaft kommt», sagt der Gemeindeschreiber.

In der Gemeinde ändere sich nun eigentlich nichts. Die Mausprämie, die traditionell schon seit vielen Jahren ausbezahlt wird, bleibt erhalten, sie wird einfach anders finanziert. Nach wie vor gibt es für abgegebene Mäuseschwänze rund 1.50 Franken.

Die Situation mit den Mäusen sei nicht zu unterschätzen, sagt der Gemeindeschreiber: «Je nachdem, was für Wettersituationen herrschen, kann die Plage gross sein und die Mäuse können grosse Schäden an den Erträgen der Landwirtschaft anrichten.»

Die Mausprämie sei eine gute Möglichkeit die Population zu kontrollieren. Der Einsatz von Gift sei zum Beispiel keine Alternative, da dies auch anderen Wildtieren schaden würde, schreibt die Gemeinde.