Innovationsprojekt knackt eine Million Kilometer-Marke

Seit Ende 2011 macht die Postauto Schweiz AG bei einem europäischen Projekt, welches sich für ökologischere Städte einsetzt, mit. Fünf Brennstoffzellenpostautos sind im Rahmen dieses Projekts in der Region Brugg unterwegs. Ende Juli hatten diese eine Million Kilometer zurückgelegt.

Brennstoffzellenpostauto Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Ich stosse nur Wasserdampf aus», heisst es auf der Rückseite des Fahrzeugs. Es ist emissionsfrei. ZVG

Die Fahrzeuge wurden während der letzten vier Jahre täglich im Linienverkehr eingesetzt. Auch bei Veranstaltungen, wie dem Weltwirtschaftsforum WEF oder Filmfestival Locarno, kamen die Brennstoffzellenpostautos schon zum Zug.

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Zusammensetzung Wasserstoff

Der Wasserstoff, mit dem die Brennstoffzellenpostautos betankt werden, wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft, Sonnen-, Windenergie und Biomasseanlagen gewonnen.

Die Postauto Schweiz AG hat für diese Fahrzeuge eine Spezialtankstelle in Brugg gebaut. Dort wurde auch fast der ganze gebrauchte Wasserstoff produziert. Seit Beginn des Projekts haben die fünf Postautos insgesamt 80 Tonnen Wasserstoff getankt.

Finanziell nicht attraktiv

Der Wasserstoff wird innerhalb des Fahrzeugs in Strom umgewandelt, welcher dieses dann antreibt. Die Brennstoffzellenpostautos sind nicht nur ökologisch, sondern auch ruhiger unterwegs als Diesel-Fahrzeuge. Beim Test-Unternehmen Postauto zieht man nach dem Kilometer-Jubiläum ein positives Fazit.

«  Die geknackte Marke beweist, dass sich Wasserstoff als Antriebstechnologie im öffentlichen Nahverkehr eignet.  »

Nikoletta Seraidou
Mediensprecherin PostAuto Schweiz AG

Finanziell sieht das Fazit anders aus. Wegen des schwachen Euros und den gesunkenen Treibstoffpreisen seien Diesel-Fahrzeug attraktiv, erklärt Seraidou weiter gegenüber Radio SRF. Trotzdem wolle man an solchen ökologischen Alternativen festhalten.

Das Projekt endet nach einer fünfjährigen Dauer Ende Dezember 2016. Die Postauto Schweiz AG kann sich vorstellen das Projekt zu verlängern. Ob es soweit kommt wollen die Projektpartner bis Ende Jahr entscheiden.