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Aargau Solothurn Intercity-Zug verpasst Halt in Aarau

Der ICN von Solothurn nach St. Gallen hält in Olten, Aarau und in Zürich. Eigentlich. Am Dienstag wurde der Halt um 10:28 Uhr in Aarau ausgelassen. Die Passagiere staunten nicht schlecht, als der Zug nicht halten wollte. Dies passiere sehr selten, heisst es bei der SBB auf Anfrage.

Schnellzug, Symbolbild
Legende: Der Intercity-Zug von Solothurn nach Zürich sollte eigentlich in Aarau halten. Der Lokführer verpasste die Haltestelle. Keystone

Auf 170'000 Stopps werde in der Regel nur einer vergessen, das zeige die SBB-Statistik, sagt SBB-Mediensprecher Daniele Palecchi gegenüber Radio SRF. Ein solcher Vorfall wie jener in Aarau sei sehr selten. Ein Lokführer erlebt einen solchen Zwischenfall durchschnittlich einmal pro Karriere.

Der Lokführer hat sich wohl zu fest auf das Signal konzentriert. Das zeigt nämlich nicht rot, sondern freie Fahrt.
Autor: Daniele PalecchiSBB-Mediensprecher

Nicht alle Züge müssen in Aarau halten

Gewisse ICN halten in Aarau, andere wiederum nicht. Der Lokführer habe wohl eher die Fahrt Bern-Zürich (ohne Halt in Aarau) im Kopf gehabt, erklärt Daniele Palecchi den Vorfall weiter.

Sicherheitstechnisch sei ein solcher Zwischenfall bedenkenlos. Der Lokführer habe kein Signal überfahren und sofort die Betriebsleitzentrale kontaktiert.

Diese organisierte einen Halt in Lenzburg, so dass die Passagiere relativ rasch zurück nach Aarau fahren konnten. Der Lokführer wird im Nachgang solcher Vorfälle gemäss SBB zu einem Gespräch eingeladen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Ich erinnere micht noch gut an MEINEN Fall: In meiner 40-jährigen Arbeit als Lokführer , passierte auch mir einmal ein solches Missgeschick: Ich vergass den Halt mit einem Regio-Express in Münchenbuchsee. Ich war tagelang wie niedergeschlagen! Trotzdem damals nur wenige Passagiere von diesem Fehler betroffen waren, hat mich das Missgeschick sehr beschäftigt. Als ich den Rapport beim Chef abgab, wurde ich allerdings nicht "zusammen geschie.", wie es HP. Preisinger annimmt! Ich war genug bestraft!
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  • Kommentar von m.fischbacher, bern
    "Der Lokführer hat sich wohl zu fest auf das Signal konzentriert. Das zeigt nämlich nicht rot, sondern freie Fahrt." Was hat dann der Lokführer falsch gemacht???
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    1. Antwort von Charles Dupond, Vivis
      Das Freischalten der Weiterfahrtsignale bevor ein Zug auf dem Bahnhof ordnungsgemaess angehalten hat gehoert wahrscheinlich zur AG-isierungsmaxime "Gewinn und Puenktlichkeit vor Sicherheit!". So wie die Bremsprobe irgendwann unterwegs, statt vor der Abfahrt....
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    2. Antwort von Daniel Schenker, Bern
      Vereinfacht: Das Bahnsignal zeigt ob die Strecke/Gleis frei ist (Sicherheit). Steht es auf Halt (Rot) kann/darf nicht gefahren werden (Sicherheit). Steht es auf Fahrt (Grün) so kann/darf gefahren werden (Sicherheit), wenn dort für den betreffenden Zug kein Halteort im Fahrplan vorgesehen ist (Kommerz). Der betreffende Lokführer hat also was die Sicherheit angeht nichts falsch gemacht, aber was den Kommerz, die Fahrgäste angeht schon. Wer nie einen Fehler macht, dem gebe ich einen Pokal.
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    3. Antwort von Daniel Schenker, Bern
      Die Signale der Bahn haben mit den Signalen der Auto-Brummis auf der Strasse nichts zu tun und sind wesentlich komplexer sowie mit weiteren Kontext-Infos zu interpretieren als die Auto-Brummi-Signale. Schliesslich ist der Lokführer ein Profi und der Auto-Brummi-Fahrer meist nicht. Der Auto-Brummi-Fahrer fährt im Wesentlichen auf Sicht. Der Lokführer fährt systembedingt (extrem lange Bremswege, Metall-Rad auf Metall-Schiene) nach durchgehend vorhandenen Vorsignalen und Hauptsignalen.
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  • Kommentar von Hanspeter Preisinger, Zürich
    Hä?...zu einem Gespräch eingeladen... "Zämmeschiss" hiess das zu meiner Zeit
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