Intergenerative Betreuung Alt und Jung zusammen — mehr davon, sagen Experten

älterer Mann im Rollstuhl mit Kind im Wald Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ältere profitieren von Kindern und umgekehrt. Intergenerative Betreuung, ein Modell mit Zukunft? Colourbox

Es brauche mehr innovative Betreuungseinrichtungen, die Generationen verbinden, die ältere und jüngere Menschen unter einem Dach zusammenbringen. Darüber wurde an einer Tagung des «Programm Intergeneration» der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaff (SGG) und Careum Weiterbildung in Aarau diskutiert.

Als Beispiel gilt die Kita Falkenburg in Balsthal, sie verbindet Generationen. Alle drei Wochen gehen die Kinder zu älteren, zum Teil dementen Menschen ins Altersheim. «Wir machen Puzzles, Memory, Seifenblasen, Spiele», sagt Gabriela Imesch, die in der Kita arbeitet.

Selbstbewusste Kinder, offene Senioren

Das Ziel: Kinder lernen die älteren Menschen kennen. Ein Nebeneffekt ist, dass sie auch selbstbewusster werden, weil sie Senioren helfen können. «Die Kleinen verlieren die Angst gegenüber den Alten. Und ältere Menschen haben sogar wieder begonnen zu sprechen, wenn sie zuvor verstummt waren», sagt der Geschäftsführer des Alterszentrums Lindenhof Oftringen, Ralph Bürge.

In Oftringen ist die Kita direkt ins Altersheim integriert. So treffen sich Kinder und Senioren ganz natürlich auf dem Gang, im Garten oder beim Backen. So wie in Balsthal und Oftringen gibt es positive Erfahrungen. Trotzdem gibt es noch vergleichsweise wenig solche Projekte.

Dabei wären diese sehr wichtig, sagt Monika Blau von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft. Nicht alle älteren Menschen hätten Enkelkinder oder sie wohnen weit weg. Generationenübergreifend miteinander etwas erleben, das solle aber für alle möglich sein.