Jäger wollen Moratorium für Jagdanlagen mit lebendigen Füchsen

Der Aargauische Jagdschutzverein fordert ein Moratorium für Schliefanlagen. Im vergangenen Jahr sorgte das Projekt für eine solche Anlage landesweit für grosse Empörung. In Wettingen sollte solch ein künstlicher Fuchsbau erstellt werden, wo auch ein echter Fuchs drin hätte wohnen sollen.

Ein Fuchs steht auf dem Sand Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Jagd im Fuchsbau ist umstritten. Colourbox

Eine Fuchsjagd-Anlage, wie sie in Wettingen geplant war, soll es vorläufig nicht geben. Dies erklärt Thomas Laube vom Aargauischen Jagdschutzverein gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. «Zumindest soll vor dem Bau einer solchen Anlage eine politische Diskussion stattfinden», sagt Laube.

Baujagd ist nicht mehr wichtig

«Die Baujagd ist ein Auslaufmodell», erklärt Laube. Heutzutage könne man die Fuchsbestände auch vom Hochsitz aus in den Griff bekommen. Das Problem ist aus Sicht von Thomas Laube, dass die Jagdhundezüchter in ihren Bestimmungen nach wie vor das Training an einem Fuchsbau fordern. «Es ist deshalb eher ein jagdkynologisches Problem», meint der Vizepräsident der Aargauer Jäger.

Widerstand war gross

Die geplante Anlage stiess jedoch auch in Tierschutzkreisen auf grossen Widerstand. Rund 4400 Personen des Komitees Antijagd unterschrieben eine Petition. Sie halten solche Trainingsanlage für Tierquälerei. Die Anlage wurde jedoch nicht wegen des Tierschutzes abgelehnt, sondern, weil sie nicht zonenkonform war.

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Protest gegen Fuchsjagd

3:47 min, aus 10vor10 vom 17.1.2014