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Aargau Solothurn Jan Lochbihler: Olympia und Profistatus im Visier

Der Sportschütze Jan Lochbihler aus Holderbank (SO) ist für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro qualifiziert. Im Herbst folgt der Schritt ins Profilager: Jan Lochbihler will beruflich alles auf die Karte Schiessen setzen.

Junger Mann mit einem Sportgewehr in einem rot-weissen-Trainingsanzug mit Schweizer Kreuzen drauf
Legende: Jan Lochbihler peilt an den Olympischen Spielen die Finalqualifikation an. zvg / Jan Lochbihler

Unabhängig davon, wie Jan Lochbihler bei den Olympischen Sommerspielen abschneiden wird: Die Qualifikation für Rio 2016 sei einer von zwei prägenden Meilensteinen in diesem Jahr, sagt der Solothurner im Gespräch mit dem Regionaljournal von Radio SRF.

Das Olympiaticket wertet der Kleinkalibersportschütze in erster Linie als Bestätigung dafür, dass der eingeschlagene Weg stimme: «Der grosse Aufwand, den ich in den vergangenen Jahren betrieben habe, wird nun belohnt», sagt Jan Lochbihler.

Als Profi-Schütze wird man nicht reich

Der andere Meilenstein: Im Herbst wagt der 24-jährige Sportschütze aus dem solothurnischen Holderbank den Schritt in den Profi-Sport. Er macht sein Hobby zum Beruf und davor habe er grossen Respekt. Unter anderem auch, weil die wirtschaftlichen Perspektiven im Schiesssport nicht rosig seien.

Auch wenn Schiessen in der Schweiz einen hohen Stellenwert geniesse, müsse man den Leuten den Unterschied erklären zwischen dem Schiessen, das gerne mit Militär in Zusammenhang gebracht wird, und dem Sportschiessen. Derzeit arbeitet Lochbihler noch in einem 80-Prozent-Pensum als Bodenleger.

Wie in der Formel 1

Die Unterschiede zwischen Feldschiessen und Sportschiessen erkenne man rasch, wenn man sich damit auseinandersetze: «Schiessen ist eine sehr komplexe Sportart» erklärt Lochbihler, dies bezogen auf Mensch und Material. Genau das mache für ihn die Faszination aus: «Wir trainieren polyvalent und müssen in den Bereichen Feinmotorik, Konzentration, Kondition und Präzision topfit sein».

Beim Material, also Waffen, Munition, Kleidung und Zubehör, zieht Jan Lochbihler gerne den Vergleich mit der Formel 1 – auch die Schützen seien ständig am Tüfteln und Optimieren.

In Balsthal hat es ihm den Ärmel reingezogen

Zum Schiesssport ist der Sieger des Eidgenössischen Schützenfestes 2015 im Alter von 10 Jahren gekommen, dies im Rahmen eines Ferienplausches: «Mir hat es damals im Schützenhaus Balsthal den Ärmel reingezogen und offenbar wurde dabei auch mein Talent erkannt», blickt er zurück.

Eine familiäre «Belastung» bestehe nicht, die grösste Affinität zum Schiessen könne er seinem Grossvater mütterlicherseits zuordnen – «er war Zeiger im 300-Meter-Schiessstand».

Intakte Chancen

An den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro wird Jan Lochbihler in den Kleinkaliber-Disziplinen 50m Gewehr-Liegendmatch und Dreistellungsmatch zum Einsatz kommen. Seine Chancen auf eine Finalqualifikation bezeichnet er als «intakt».

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