Jetzt auch in der Bünz: Wasser entnehmen verboten

Das Sommerwetter der letzten Wochen und das Ausbleiben starker Regenfälle lassen die Wassermengen in den Aargauer Bächen weiter sinken. Im Bünztal erreichen die Pegel die kritischen Marken. Die Behörden stoppen daher die Wasserentnahmen.

Renaturierter Abschnitt der Bünz in der Nähe von Dottikon Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Bünz führt momentan viel weniger Wasser als auf dem Bild. Deshalb dürfen die Bauern kein Wasser mehr entnehmen. Wikimedia Comons/Voyager

«  Es gibt Alternativen: Die Bauern dürfen befristet Wasser aus den grossen Flüssen Rhein, Aare, Reuss und Limmat nehmen. »

Simon Werner
Abteilung Landschaft und Gewässer Kanton Aargau

Die Gewässer im Kantonsgebiet führen generell deutlich weniger Wasser als im langjährigen Durchschnitt, wie das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) am Dienstag mitteilte. Besonders bei kleinen und mittleren Bächen führe dies zu einem ernsthaften Problem für die Lebewesen im und am Wasser.

Das Ausbleiben ergiebiger Niederschläge lasse die Reserven schwinden und führe dazu, dass die Gewässer nicht mehr kontinuierlich mit nachfliessendem Wasser versorgt würden.

Kein Wasser mehr aus der Bünz

Bisher bestand einzig bei der Sissle im Fricktal mit all ihren Zuflüssen ein Wasserentnahmeverbot. Nun darf auch aus der Bünz und ihren Seitenbächen im Freiamt kein Wasser mehr entnommen werden. Dieses Verbot trifft 23 Bezüger.

Dies habe einschneidende Auswirkungen, insbesondere auf einzelne landwirtschaftliche Betriebe, hält das BVU fest. Nur der solidarische Verzicht auf Wasserentnahmen könne vermeiden, dass erhebliche negative ökologische Folgen entstünden. Als Alternative dürfen die Bauern befristet Wasser aus grossen Flüssen entnehmen.