Jetzt sucht Olten in der Sozialhilferegion nach Sparpotenzial

Die Suche nach Sparmöglichkeiten in Olten geht weiter. Bei den Sozialhilfekosten, die zuletzt weiter angestiegen sind, liegt vielleicht noch etwas drin. Das findet das Stadtparlament – und sucht nun eine bessere Form für die Administration der Sozialhilfe. Doch guter Rat scheint wortwörtlich teuer.

Sparschwein mit einer Zehnernote im Schlitz und Münzen am Boden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Olten sucht weiter nach Sparpotenzial. Nun wird die Organisation der Sozialregion Olten unter die Lupe genommen. Keystone

Bei der Sozialhilfe sparen ist schwer, weil der Kanton Vorgaben macht. Doch bei der Administration, der Sozialregion Olten, könnte etwas möglich sein. Dieser Meinung ist das Oltner Parlament, und hat am Donnerstagabend der Regierung den Auftrag gegeben, alles zu überprüfen.

«Mietkosten, Löhne, Pensionskasse: All das soll durchleuchtet werden», forderte FDP-Gemeinderat Daniel Probst. Denn: Olten stellt für sich und Trimbach, Winznau, Hauenstein-Ifenthal sowie Wisen Personal, Büro und Computer bereit. Probst vermutet aber genau dort Sparpotenzial. Denn die Kosten in der Sozialhilferegion steigen stetig an: Seit Beginn der Sozialhilferegion im Jahr 2009 stiegen die Kosten alleine für Olten von 4 Millionen Franken auf über 6 Millionen an.

Effizenter und kostengünstiger arbeiten sei deshalb das Ziel, und eine Überprüfung der Weg, so Daniel Probst. Unterstützung erhielt er von Gemeinderäten verschiedener Parteien, beispielsweise auch von den Grünen. FDP-Mann Probst kann sich auch einen Systemwechsel vorstellen – weg vom Modell der Sozialregion.

Doch SP-Stadtrat Peter Schafer warnt: «Dann müssten wir auch aus der Pensionskasse aussteigen und diese ausfinanzieren, für 5,6 Millionen Franken.» Von Sparen könne dann nicht mehr die Rede sein, so Schafer. Dennoch stimmte das Parlament dem Vorstoss von Daniel Probst zu. Nun ist es an der Stadtregierung, Sparpotenzial zu finden.