Jonas Fricker will Grüne Aargau präsidieren

Jonas Fricker ist zurück und will wieder Präsident der Grünen Aargau werden. Ein Amt, das er schon von 2007 bis 2010 inne hatte. Jonas Fricker will Gertrud Häseli ablösen. Und er will der Partei ein klareres Profil geben.

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Bildlegende: Grüner Politiker mit Leib und Seele, Jonas Fricker aus Baden. zvg

«Danke für das Vertrauen», twitterte Jonas Fricker am frühen Mittwochmorgen. Sein Dank geht an den Vorstand der Grünen Aargau. Dieser schlägt ihn der Mitgliederversammlung einstimmig als neuen Präsidenten der Grünen Aargau vor, das schreibt der Vorstand in einer Medienmitteilung.

Fricker lebte die letzten zwei Jahre in Amsterdam. Seine Frau arbeitete dort als Assistenzprofessorin. Fricker betätigte sich als Hausmann. Weg von der politischen Bühne war er aber trotzdem nicht. Über Twitter und Facebook beobachtete (und kommentierte) er die politischen Geschehnisse im Aargau und in seiner Heimatstadt Baden ausführlich und intensiv.

Ausserdem informierte er seine in der Heimat verbliebene Fan-Gemeinde fleissig mit Kommentaren und Bildern über sein Leben in Amsterdam.

Rückkehr in den Einwohnerrat

Nun ist Fricker zurück und er steigt gleich mit vollem Elan wieder in die Politik ein. In Baden wurde er am Sonntag (wieder) in den Einwohnerrat gewählt. Zum Ärger der Grünen Baden aber nicht für sie, sondern für das Team Baden.

Mit dem Präsidium der Grünen will Fricker nun auch auf kantonaler Ebene wieder aktiv werden. Dabei verfolgt Fricker grosse Ziele: «Ich will das Profil der Partei schärfen und bei den nächsten Wahlen wieder zulegen», erklärt er am Mittwoch gegenüber Radio SRF.

Fricker peilt einen Wähleranteil von 10 Prozent an bei den nationalen Wahlen 2015. Bei den kantonalen Wahlen 2012 kam die Partei noch auf knappe 7,4 Prozent. Fricker selber gilt als eher liberaler Grüner, er will die politische Ausrichtung der Partei aber nicht grundsätzlich ändern. «Im Links-Rechts-Spektrum steht die Partei am richtigen Ort. Wir müssen aber in einzelnen Sachfragen noch klarere Positionen erarbeiten.»

Präzisere Aussagen will Jonas Fricker noch nicht machen, er könne es nicht. «Ich war zwei Jahre lang weg und war in dieser Zeit nicht so nahe an der Partei.»

Die Wahl ist wohl Formsache

Für die Grünen ist Fricker trotzdem ein Glücksfall. Er ist bestens vernetzt, fachlich kompetent und vor allem kommuniziert er kompetent, offensiver zum Beispiel als die Noch-Präsidentin Gertrud Häseli.

Diese hatte schon länger bekanntgegeben, dass sie das Präsidium abgeben will. Das Zwischenwahljahr 2014 sei ein guter Zeitpunkt, so dass sich ein neuen Präsident gut einarbeiten könne, heiss es.

Dass Jonas Fricker von der Mitgliederversammlung der Grünen Aargau zum neuen Präsidenten gewählt wird, ist eine Formsache.