Kanton Aargau bringt Aslybewerber wieder in Zelten unter

Der Kanton Aargau setzt bei der temporären Unterbringung von Asylsuchenden auch diesen Sommer wieder auf Armeezelte. In zehn Zelten sollen in Aarau und Buchs zwischen achtzig und neunzig allein reisende Asylbewerber eine vorübergehende Bleibe finden.

Armeezelt für Asylbewerber Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Temporäre Zeltunterkünfte sollen den Aargau bei der Unterbringung von Asylbewerbern entlasten. SRF

Der Aufbau der Zelte beginne noch vor Ende Mai, teilte das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Mittwoch mit. Die Einrichtung von Unterbringungsplätzen begründet das DGS mit voraussichtlich steigenden Asylgesuchszahlen im Sommerhalbjahr.

Sieben der zehn Zelte mit rund sechzig Plätzen werden auf einem Gelände an der Rohrerstrasse in Aarau aufgebaut, drei weitere Zelte mit rund zwanzig Plätzen im Torfeld in Buchs. Die Unterkunft Torfeld dient als kantonales Erstaufnahmezentrum.

Die temporären Infrastrukturen werden in dieser Woche von Angehörigen der Armee aufgestellt und mit den notwendigen Anschlüssen und Infrastrukturen versehen. Die Armeezelte werden laut Angaben des DGS im Lauf des kommenden Monats bezogen und längstens bis Ende Oktober in Betrieb sein.

Zelte sollen gratis sein

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und das DGS schlossen eine Leistungsvereinbarung über den Auf- und Abbau sowie das zur Verfügung stellen der Zelte ab. Zudem stellte das DGS ein Gesuch um Kostenerlass für die Kosten der Miete des Armeematerials.

Der Kanton Aargau war letzten Sommer der erste Kanton, der Flüchtlinge in Zelten unterbrachte. In Aarau wurden sieben Zelte aufgebaut, in Buchs und Villmergen je drei. Alle 13 Zelte wurden im Oktober wieder abgebaut. Auch der Kanton Bern brachte letztes Jahr Asylbewerber in Zelten unter.