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Kanton Aargau Das sind die möglichen Standorte für eine Asyl-Grossunterkunft

  • Die Aargauer Regierung will eine kantonale Asyl-Grossunterkunft testen.
  • Jetzt hat die Regierung 8 Standorte in 8 Gemeinden bestimmt, in denen eine solche Unterkunft möglich ist.
  • Bis im Oktober 2019 will die Regierung definitiv entscheiden, in welcher Gemeinde die Asyl-Grossunterkunft realisiert wird.
Asylbewerber stehen um einen Tischfussballkasten herum
Legende: Keystone

Der Kanton hatte nach eigenen Angaben mehr als 300 mögliche Standorte für die kantonale Grossunterkunft abgeklärt. Am Freitag gab die Regierung die 8 Standorte bekannt, die sie weiterverfolgen will:

  • 5 Grundstücke gehören Gemeinden: Baden-Rütihof, Fislisbach, Küttigen, Obersiggenthal, Rothrist.
  • 3 Grundstücke in drei weiteren Gemeinden gehören Privatpersonen. In welchen Gemeinden sich diese befinden, sagt die Regierung nicht.

«Wir sind froh, nun über eine Liste mit acht Objekten zu verfügen, die für die Realisierung der Pilot-Grossunterkunft gut geeignet sind», sagt Regierungsrätin Franziska Roth (SVP). Damit könne die Projektarbeit für die Realisierung der Pilot-Unterkunft zielgerichtet weitergeführt werden.

Regierung verspricht Transparenz

Roth will nun die Behörden der Standortgemeinden und die privaten Grundeigentümer persönlich und ausführlich informieren. Und sie will die Gemeinden bei der Information der Bevölkerung unterstützen, wenn die Gemeinden dies wünschen.

Reaktionen aus Gemeinden

  • Der Stadtrat Baden sei in engem Kontakt mit der Regierung gestanden und finde den vorgeschlagenen Standort Steiacher im Quartier Rütihof gut, erklärt Stadträtin Regula Dell'Anno-Doppler.
  • In Fislisbach ist der Gemeinderat nicht einverstanden mit dem Vorgehen des Kantons. Gemeindeamann Peter Huber sagt, der Kanton habe die Gemeinde überrumpelt, man wolle nicht eines der wenigen unbebauten Grundstücke dem Kanton abgeben.

Weshalb hat der Kanton diese 8 Standorte ausgewählt? Ein wichtiges Kriterium sei gewesen, dass der Standort ausserhalb des Dorf- oder Stadtzentrums liege, heisst es. Ins Gewicht fallen auch die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, der Freiraum um die Unterkunft sowie die Sicherheit.

Lange Suche

Die Suche nach möglichen Standorten für Grossunterkünfte im Aargau dauert schon länger an. Ursprünglich war geplant, im ganzen Kanton vier bis fünf Asyl-Grossunterkünfte mit jeweils 150 bis 300 Plätzen zu schaffen. Diese hätten regional ausgewogen verteilt werden sollen. Der Grosse Rat hatte 2015 den Regierungsrat mit einem entsprechenden Konzept beauftragt.

Vor einem Jahr buchstabierte der Regierungsrat zurück, weil die Vorfinanzierung durch den Bund nicht mehr gesichert war. Er entschied, zunächst nur eine kantonale Grossunterkunft zu errichten – «aus Zeit- und Finanzgründen», wie es damals hiess. Man wolle mit einer ersten Unterkunft Erfahrungen sammeln.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Beat. Mosimann (AG)
    Die Leute, die Ausgeschafft werden, benötigen Platz, den es geht immer noch sehr lange bis ein definitiver Entscheid gefällt wird. Wieso sie nicht sofort schulen und arbeiten lassen? Dadurch könnten sie auch eine eigene Wohnung /Zimmer besitzen, anstelle des Doppelbetts für erwachsene. So ein doppelbett geht doch nicht, Wildfremde werden auf engstem Wohnraum zusammen gelegt. ich kann nur hoffen, dass Frauen und Kinder in eigenen Räumen mit Badzimmer erhalten. Hygiene ist im eigenen Interesse
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