Kanton Aargau pocht auf dringenden Bahnnetz-Ausbau

Einen knapp 30 Kilometer langen Bahntunnel zwischen Rupperswil und Zürich: Das ist die neue Idee des Bundes, um die Kapazität zwischen Bern und Zürich zu erhöhen. Beim Kanton Aargau ist man nicht überrascht von diesen Plänen. Wichtig sei vor allem, dass das Netz endlich ausgebaut wird.

Eine Karte mit verschiedenen Tunnelvarianten Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Varianten: Chestenberg- und Honerettunnel (oben) oder eine direkte Verbindungen (unten) zwischen Rupperswil und Zürich. Bundesamt für Verkehr

Es ist eine neue Option, welche der Bund ins Spiel bringt. Er prüft einen 28 Kilometer langen Bahntunnel zwischen Rupperswil und Zürich Altstetten, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. Dies ist eine Alternative zur anderen Strecke mit dem Chestenberg- und Honerettunnel.

Laut der Zeitung sei die Variante mit einem Tunnel günstiger. Das Bundesamt für Verkehr BAV bestätigt dies gegenüber Radio SRF nicht. Einzig das Kosten-Nutzen-Verhältnis sei besser. Wieviel die beiden Varianten kosten, könne man bisher sowieso noch nicht sagen, so das BAV.

Kanton Aargau rechnet mit viel mehr Pendlern in Zukunft

Das Bundesamt für Verkehr prüft nun die Varianten, und will noch in diesem Jahr entscheiden. Der letzte Entscheid liegt dann aber sowieso beim Bundesparlament. Dieses befindet voraussichtlich 2018 über die Ausbaupläne.

Beim Kanton Aargau ist man nicht überrascht von den Plänen des Bundes. Dass nämlich etwas gehen müsse, um die künftigen Pendlerströme bewältigen zu können, das sei schon lange klar:

«  Wir müssen die Infrastruktur zwischen Rupperswil und Zürich ausbauen, um überhaupt die prognostizierte Nachfrage abdecken zu können. »

Hans Ruedi Rihs
Sektionsleiter Öffentlicher Verkehr Kanton Aargau

Bund und Kanton rechnen nämlich damit, dass es bis ins Jahr 2030 eine Pendlerzunahme von 30 bis 50 Prozent geben wird. Alles Zugfahrende, die vom Aargau nach Zürich gebracht werden müssen.

(Bildquelle: Keystone)