Kanton Aargau schafft Asylunterkunft nur für Minderjährige

Das frühere Restaurant «Sternen» wird in eine Unterkunft für unbegleitete minderjährige Asylsuchende umgewandelt. Bisher waren dort asylsuchende Familien und Einzelpersonen untergebracht. Die Jugendlichen, die nicht mehr schulpflichtig sind, ziehen ab dieser Woche ein.

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Asylsuchende ziehen in den «Sternen»

2:16 min, aus Schweiz aktuell vom 7.7.2015
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Neue Stellen im Asylwesen

Der Kanton Aargau schafft 20 neue Stellen im Asylwesen, obwohl die kantonale Verwaltung eigentlich sparen muss. Die Sozialpädagoginnen- und Pädagogen betreuen unbegleitete minderjährige Asylsuchende.

Damit reagiere der Kanton Aargau auf die für 2016 prognostizierten hohen Zuweisungszahlen von Asylsuchenden vom Bund an die Kantone, teilte das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Mittwoch mit. Unter diesen Asylsuchenden befänden sich viele unbegleitete Minderjährige.

Kapazität im «Sternen» beträgt 80 Personen

Derzeit ist der Kanton Aargau für die Unterbringung und Betreuung von rund 210 unbegleiteten minderjährigen Asylbewerbern verantwortlich. Diese werden hauptsächlich in Unterkünften in Suhr und Aarau untergebracht. Diese Personen bräuchten aufgrund ihres Alters eine enge Betreuung.

Sie seien auf sozialpädagogische und psychologische Unterstützung angewiesen, damit sie später ein eigenständiges Leben als Erwachsene in der Schweiz führen können, schreibt das DGS. Solche Personen würden im Kanton Aargau deshalb in eigens geschaffenen Unterkünften untergebracht. Die maximale Belegung im «Sternen» beträgt 80 Personen.

«Wichtige Schritte»

Die separate Unterkunft für minderjährige Asylbewerber und die Betreuung der Insassen geht für das Netzwerk Asyl Aargau in die richtige Richtung. «Aus meiner Sicht sind das wichtige Schritte», sagt Präsidentin Patrizia Bertschi.

Kritisch beobachten will Bertschi die eingesetzten Ressourcen und die konkrete Umsetzung der Ideen..