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Kanton Solothurn Zu wenig Praktikumsplätze für junge Flüchtlinge

Legende: Audio «Die Suche ist schwieriger geworden» abspielen. Laufzeit 03:41 Minuten.
03:41 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 28.02.2019.

Die Situation: Im Kanton Solothurn sind rund 300 Praktikumsplätze gesucht, unter anderem für junge Flüchtlinge. Es geht um Plätze als Vorstufe für eine Integrationsvorlehre, ein Berufsvorbereitungsjahr oder ein Integrationsjahr. Es fehlen fast doppelt so viele Plätze wie noch vor wenigen Jahren.

«Dies ist hauptsächlich durch die vielen Flüchtlinge bedingt, die vor ein paar Jahren eingereist sind. Sie sind nun sprachlich so weit, dass sie sich für eine Berufsbildung vorbereiten können», erklärt Heinz Flück, Leiter der Brückenangebote im Kanton Solothurn.

Schwierige Suche: Weil es immer mehr solcher Plätze brauche, sei die Suche immer schwieriger, gibt Heinz Flück zu bedenken. Viele der Praktika dauern nicht nur ein paar Monate, sondern ein ganzes Jahr. Die Suche sei auch schwierig, weil viele Firmen schon jemanden beschäftigten – entweder in einem dieser Programme oder in einem anderen, etwa der ALV oder der IV.

Flüchtlingsprogramm: Mann bei der Arbeit
Legende: Die Suche nach Praktikumsplätzen sei schwieriger geworden. Aktuell werden im Kanton Solothurn noch rund 300 gesucht. Keystone

Hilfe vom Gewerbeverband und Handelskammer: Für Firmen seien solche Praktikumsplätze ein grosser Aufwand, gibt Thomas Jenny vom Solothurner Gewerbeverband zu. Man müsse die jungen Personen speziell betreuen, mehr als «normale» Lehrlinge. Dennoch ist auch Jenny überzeugt, dass sich dieser Aufwand lohne. Deshalb helfen Gewerbeverband und Handelskammer bei der Suche nach Praktikumsplätzen. Sie haben sich aktuell via Newsletter und einem entsprechenden Brief an Firmen im Kanton Solothurn gewandt.

Positive Erfahrung: Mut machen sollen den Firmen vor allem positive Erfahrungen. So berichten die meisten Unternehmen, die seit letztem Sommer das erste Mal eine Integrations-Vorlehre anbieten, positives. Die Flüchtlinge seien sehr motiviert und wollten wirklich einen handwerklichen Beruf lernen, so Jenny. Solche Angebote müssten dringend für die Suche nach Nachwuchs genutzt werden, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

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