Kantone Solothurn und Bern arbeiten bei A1-Ausbau enger zusammen

Wenn es darum geht, Natur- und Kulturland zu schützen, werden die Kantone Solothurn und Bern enger zusammen arbeiten. Konkret geht es um den geplanten A1-Ausbau auf 6 Spuren, von Luterbach bis Härkingen. Davon betroffen ist auch der Kanton Bern. In einem Jahr sollen konkrete Pläne vorhanden sein.

Blick von der Autobahnbrücke bei Oensingen auf die A1, in Fahrtrichtung Härkingen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der A1-Ausbau Luterbach-Härkingen betrifft die Kantone Bern und Solothurn. Deshalb wird noch mehr zusammen gearbeitet. Bähram Alagheband/SRF

SRF: Felix Schibli, Chef des Solothurner Amtes für Landwirtschaft, ist der Ausbau einer Autobahn überhaupt landwirtschaftsverträglich?

Felix Schibli: So gut wie es geht machen wir das. Jeder Quadratmeter an Fruchtfolgeflächen, der verloren geht, der schmerzt natürlich. Wir versuchen einfach, den Verlust so klein wie möglich zu halten.

Wie machen Sie das, wie gehen Sie jetzt vor?

Wir achten darauf, dass Fruchtfolgeflächen kompensiert werden können. Das ist wichtig. Dann schauen wir, ob es Betriebe gibt, die Flächen haben, die möglicherweise auslaufen und andere Betriebe nützen könnten. Das ist eine weitere Zielsetzung. Und wir wollen Schutzinteresse – beispielsweise betreffend Wildtierkorridoren – kombiniert angehen.

Es braucht also eine gemeinsame landwirtschaftliche Planung der Kantone und auch der Bund ist dabei. Können Sich denn die Bauern nicht selber wehren?

Nein. Wir wollen eben einen gemeinsamen Auftritt der Branche. Es wäre zu umfangreich, wenn man mit jedem Bauer einzeln verhandeln müsste.

Das heisst, dass Leute vom Kanton und vom Bund dabei sind bei dieser Koordination, die Bauern sind dabei, ebenso Gemeinden und Umweltverbände?

Genau.