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Bäume, dahinter eine Kehrichtverbrennungsanlage
Legende: Für den Neubau der Kebag müssen 11'000 Quadratmeter Wald gerodet und andernorts aufgeforstet werden. SRF / Marco Jaggi
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Aargau Solothurn Kebag-Neubau: Wangen bei Olten wittert ein Geschäft

Die Kehrichtverbrennungsanlage in Zuchwil soll für 400 Millionen Franken neu gebaut werden. Das grosse Projekt muss noch etliche Hürden nehmen. Unter anderem braucht die Firma Kebag Land, das sie aufforsten kann. Wangen bei Olten könnte helfen, will aber über die Sackgebühr verhandeln.

Die Kehrichtverbrennungsanlage in Zuchwil ist die zweitgrösste der Schweiz. Vor vierzig Jahren hat sie den Betrieb aufgenommen. In zehn Jahren hat sie ihr Lebensende erreicht. Bis dann soll gleich nebenan ein Neubau entstehen. Die Firma Kebag hat die Pläne im Juni präsentiert und treibt sie nun voran.

Für das Neubauprojekt und die Bauinstallationsflächen müssen rund 11‘000 Quadratmeter Wald gerodet werden. Das entspricht der Fläche von anderthalb Fussballfeldern. Als Ausgleich muss die Kebag an anderen Orten Wald aufforsten oder Flächen für einen ökologischen Ausgleich finden, so will es das Gesetz.

Wangen bei Olten will helfen...

Auf der Suche nach Land für die Ersatzaufforstung hat die Kebag sämtliche Gemeinden angeschrieben, die an der Kehricht-Verbrennungsanlage Zuchwil beteiligt sind. Einige der wenigen, die sich bislang gemeldet haben, ist Wangen bei Olten.

Man könne sich vorstellen, ein Stück Land neben dem Wald am Jurahang aufzuforsten, sagt Gemeindepräsident Beat Frey zum Regionaljournal von Radio SRF. Umsonst will das Wangen bei Olten aber nicht tun. Der Gemeinderat hat an seiner Juli-Sitzung einstimmig beschlossen, dass mit der Kebag über einen Rabatt bei der Kehrichtentsorgung verhandelt werden soll.

....aber weniger Sackgebühren zahlen

Mit anderen Worten: Wangen will weniger Sackgebühren zahlen. Derzeit zahlt die Gemeinde alleine für das Verbrennen des Abfalls in Zuchwil 140'000 Franken jährlich. Die gesamte Abfallentsorgung (Kehricht-Einsammeln, Gebührensäcke, Altpapier, Sammelstellen) schlägt mit 460'000 Franken zu Buche.

«Letztlich ist die Abfallentsorgung ein Geschäft», begründet Gemeindepräsident Frey die Haltung des Gemeinderats. Ob die Kebag auf einen solchen Deal eingeht? Kebag-Direktor Markus Juchli ist der einzige, der zu den Forderungen Wangens Stellung nehmen könnte, er weilt derzeit aber in den Ferien.

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