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Kein Wasser für Bauern Die Verbotsliste wird immer länger

Im Aargau dürfen Bauern aus immer mehr Gewässern kein Wasser mehr entnehmen und müssen neue Lösungen suchen.

  • Seit Sonntagabend dürfen Aargauer Bauern auch aus der Bünz kein Wasser mehr entnehmen für Bewässerungen.
  • Bisher war schon die Wasserentnahme aus der Sissle, dem Wissenbach, der Wigger und der Wyna verboten.
  • Die Bauern müssen nun zum Beispiel Hydranten anzapfen, also auf das Trinkwassernetz ausweichen.
Ein Schlauch liegt auf einem Feld.
Legende: Im Kanton Aargau dürfen Bauern aus gewissen Bächen und Flüssen kein Wasser mehr entnehmen. Mario Gutknecht/SRF

Die heissen Temperaturen und der fehlende Regen machen der Landwirtschaft zu schaffen. Die Bauern müssen ihre Felder deshalb bewässern. Nun wird das im Aargau aber immer schwieriger. Bisher konnten sich die Bauern meist noch aus Bächen und Flüssen bedienen. Dies wird nun immer häufiger verboten.

Der Kanton Aargau hat bereits vor zwei Wochen die Wasserentnahme aus dem Wissenbach und der Sissle verboten, etwas später kamen die Wigger und die Wyna inklusive Seitenarme auch auf die Verbotsliste. Und nun ist auch noch die komplette Bünz dazugekommen.

Einige Bauern sind vorbereitet...

Betroffene Bauern müssen andere Lösungen für die Bewässerung suchen. Sie können zum Beispiel – sofern von der Gemeinde erlaubt – einen Hydranten anzapfen und somit das örtliche Trinkwasser nutzen. Das kostet jedoch mehr als Wasser aus den Bächen und Flüssen.

Bei den Landwirtschaftsbetrieben entlang von Sissle oder Bünz sei eine Alternative meist kein Problem. Laut der Sektion Fliessgewässer des Kantons Aargau seien die meisten Bauern dort gut vorbereitet, da sie die Wasserknappheit aus früheren Jahren kennen würden.

...andere sollten sich nun Gedanken machen

Anders sieht es zum Beispiel im Suhren- oder im Uerkental aus. Hier seien sich die Bauern nicht daran gewöhnt, dass der Kanton plötzlich ein Entnahmeverbot für die Suhre bzw. die Uerke auspricht. Entsprechend weniger seien sie vorbereitet.

Angesichts der Wetteraussichten hat Sabin Nater von der Aargauer Abteilung Landschaft und Gewässer eine klare Empfehlung: «Ich empfehle jedem Landwirt sich jetzt Gedanken zu machen und nicht erst Mitte oder Ende nächster Woche.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Yvette Nick (Lebenstreuhand)
    Vielleicht sollten Produzenten und Verbraucher einfach wieder lernen, mit dem zufrieden zu sein, was ohne grosse Bewässerung und "Begiftung" (und ohne Importe!) wächst! Etwas mehr Demut könnte der verwöhnten Schweiz glaub nicht schaden..
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