Kinder in Aarau angesprochen? «Viele Fälle verlaufen im Sand»

In Aarau sind Kinder im Telliquartier von einem Mann angesprochen worden. Die Mädchen rannten laut Aargauer Zeitung weg. Die Schule hat die Eltern per Brief über den Vorfall informiert. Die Aargauer Kantonspolizei bestätigt den Fall. Aber nicht immer sei an solchen Vorfällen etwas dran, heisst es.

Die Schule Aarau hat die Eltern über den Vorfall im Telli informiert. Es ist die Rede von einem Mann, der im Telli-Quartier Aarau Drittklässlerinnen angesprochen habe. Zudem habe eine weitere Familie eine ähnliche Meldung gemacht, im selben Quartier. Das sagt die Polizei auf Anfrage. Einen ähnlichen Vorfall gab es offenbar zu Beginn des Jahres im Gönhardquartier.

Ein Patrouillen-Fahrzeug der Kantonspolizei Aargau draussen im Einsatz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Kantonspolizei Aargau nimmt die Vorfälle ernst. ZVG

Man gehe allen Fällen nach, versuche mit den Kindern ein Signalement zu erstellen und fahnde nach möglichen Tätern, sagt Roland Pfister, Sprecher der Aargauer Kantonspolizei, auf Anfrage gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF weiter.

«Wir nehmen alle Fälle ernst. Wichtig ist, dass wir rasch informiert werden», erklärt Roland Pfister weiter. Wenn sich das Signalement der möglichen Täter aber nicht deckt, was im Fall von Aarau der Fall ist, sei es eher schwierig zu fahnden, weiss Pfister aus Erfahrung.

Keine Panik, aber ernst nehmen

«Das Thema soll in der Familie thematisiert werden. Man muss aufmerksam sein, aber nicht gleich die Kinder per Auto in die Schule bringen. Wir verstärken die Patrouillen-Tätigkeit bei Bedarf. Zudem sind viele solcher Fälle im Sand verlaufen», ergänzt Roland Pfister, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau. Von rund 50 solcher Meldungen die pro Jahr bei der Polizei eintreffen, gäbe es wenige, die am Schluss wirklich zu einem Resultat führen.