Kultur im Aargau Kleine Aargauer Festivals gründen eigenes Netzwerk

Seit mehr als zehn Jahren sind die kleinen Aargauer Musikfestivals in einem Netzwerk organisiert. Bisher wurde das Angebot vom Kanton getragen. Nun haben sich die Festivals vom Staat gelöst und neu organisiert.

Die kleinen Aargauer Musikfestivals sollen sich nicht konkurrieren sondern voneinander profitieren, indem sie Erfahrungen und Fachwissen austauschen. Mit diesem Ziel organisierte der Kanton Aargau viele Jahre lang regelmässige Treffen der Festivals. Ab diesem Jahr läuft es aber anders.

Gemeinsamer Auftritt

Die Festivals haben ein eigenes Netzwerk gegründet, das Festivalforum Aargau, und der Kanton ist nicht mehr dabei. «Wir möchten mehr Handlungsspielraum, um die Festivalszene gegen aussen sichtbar zu machen», sagt Lukas Renckly, Koordinator des Festivalforums.

Sichbar machen heisst in diesem Fall: Nicht mehr nur hinter der Kulissen zusammen arbeiten, sondern neu auch gegen aussen zusammen auftreten mit einer gemeinsamen Webseite und einem gemeinsamen Logo. Die Neuausrichtung des Netzwerks geht aber noch einen Schritt weiter.

Netzwerk öffnet sich

Ab sofort dürfen nicht nur Musikfestivals mitmachen, sondern sämtliche kleine, nicht-kommerzielle Festivals im Aargau.

Bühne, davor viel Publikum. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Aargauer Festivals wollen sich unabhängig vom Kanton austauschen können. Keystone

«Letzendlich ist es weniger wichtig, ob ein Festival in der Disziplin Musik tätig ist. Es geht vor allem um das Format.» Für die Festivals stellen sich laut Koordinator Renckly ähnliche Fragen, beispielsweise was das Material, Versicherungen oder den Auf- und Abbau betreffe.

Renckly zählt 30 Aargauer Festivals, welche den Kriterien für das Festivalforum entsprächen. Neun davon holte er bereits ins Boot, darunter das Festival des Arcs, die Rocknacht Tennwil oder das Jugend Theater Festival. Sein Wunsch ist derweil klar: Es sollen noch mehr zum neuen Netzwerk dazustossen. Denn miteinander ist schliesslich besser als alleine.