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Aargau Solothurn Kleine Gemeinden fühlen sich häufig übergangen

Es komme immer häufiger vor, dass eine Stadt ein Projekt lanciert und erwartet, dass sich andere Gemeinden finanziell daran beteiligen, stellt die Aargauer Gemeindeammännervereinigung fest. Das neueste Beispiel ist die mobile Notschlafstelle in Baden.

Pfuusbus von innen.
Legende: In der Stadt Zürich ist der Pfuusbus seit Jahren etabliert. Nun soll er die erste Notschlafstelle im Aargau werden. Keystone

Die Stadt Baden will einen eigenen «Pfuusbus». Dort sollen Obdachlose übernachten können. 440‘000 Franken kostet die mobile Notschlafstelle pro Jahr. Daniela Oehrli, welche das Projekt für die Stadt betreut, ist klar, dass alle Aargauer Gemeinden sich am Projekt beteiligen sollen, wie sie dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF am Mittwochabend sagte.

Alle Gemeinden müssen profitieren können

Die Vereinigung der Aargauer Gemeindeammänner hat zwar noch nicht über diese Forderung diskutiert. Für die Präsidentin Renate Gautschi ist jedoch klar, dass alle Gemeinden davon profitieren müssten. Sie kann sich etwa vorstellen, dass der Bus nicht nur in Baden stationiert ist, sondern im Kanton herumfährt.

Zuerst braucht es dazu jedoch eine Diskussion. Generell sei es so, dass Städte immer häufiger etwas lancieren und danach erwarten, dass sich auch andere Gemeinden an den Projekten beteiligen, so Renate Gautschi. Die kleinen Gemeinden sehen diese Projekte auch häufig als Luxuslösungen an. Im Fall des «Pfuusbusses» müsse die Frage geklärt werden, ob es Gegenmassnahmen gebe, damit der Bus gar nicht erst nötig sei.

Eine Diskussion über den «Pfuusbus» braucht es auch in der Region Baden selbst. In mehreren Nachbargemeinden hat man erst in den letzten Tagen vom Projekt erfahren, wie eine Umfrage des Regionaljournals zeigt. Es ist deshalb auch noch unklar, ob der «Pfuusbus» überhaupt in der Region unterstützt wird.

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