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Künftig sieht der Aarekanal natürlicher aus
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Kraftwerk Aarau Komplett neue Pläne für Flusskraftwerk

Eigentlich hätte der Aarauer Energieversorger Eniwa bereits mit dem Neubau des neuen Wasserkraftwerks an der Aare beginnen können. Die Konzession wurde bereits erteilt. Dazu hat die Eniwa auch einen Rechtsstreit gegen den Fischereiverband gewonnen. Doch genau dieser Rechtsstreit brachte die Eniwa zu einem Umdenken, sagt Eniwa CEO Hans-Kaspar Scherrer: «Wir haben eingesehen, dass uns das Weiterführen der alten Kraftwerkssubstanz Probleme bringt, wenn wir weitere Auflagen zum Thema Fischabstieg erhalten.»

Bildvergleich

Regler nach links verschieben Regler nach rechts verschieben
Legende:Das Wasserkraftwerk AarauDas neu geplante Kraftwerk (links) und die verworfenen Kraftwerkspläne (rechts)zvg

Die Eniwa präsentiert deshalb nun ein neues Kraftwerksprojekt. Das neue Kraftwerk wird mehrheitlich unterirdisch gebaut. Vorerst sollen drei sogenannte Rohrturbinen Strom produzieren. Sie drehen wesentlich langsamer, damit Fische einen Durchgang viel eher überleben. Zudem ist in der Mitte des neuen Kraftwerks ein grosser Fischauf- und -abstieg geplant.

Das Maschinenhaus mit den riesigen grünen Generatoren.
Legende: In der Maschinenhalle produzieren teilweise seit 100 Jahren Turbinen Strom. Mit 2000 Umdrehungen pro Minute sind sie jedoch gefährlich für Fische. Alex Moser / SRF

Die Maschinenhalle wird dafür nicht mehr benötigt. Mit den neuen Rohrturbinen unter der Wasseroberfläche kann das Kraftwerk 20 Prozent mehr Strom produzieren. Eine Effizienzsteigerung ist unter anderem möglich, weil das Wasser nicht wie heute nach oben gelenkt wird. Auf das Stadtbild von Aarau haben die veränderten Pläne jedoch einen Einfluss.

Das Kraftwerk Aarau seitlich
Legende: Das Wasserkraftwerk Aarau kann man durchaus als ein Wahrzeichen der Stadt Aarau bezeichnen. Ein Wahrzeichen, das wahrscheinlich verschwinden wird. Alex Moser / SRF

Die Stadt Aarau wird mit dem Rückbau der Maschinenhalle und des Kraftwerksturms ein Wahrzeichen verlieren. Dafür wird das Kraftwerk künftig viel unauffälliger in der Landschaft stehen. Die Bevölkerung wurde bereits über die neuen Pläne informiert. Das neue Projekt muss von den Kantonen noch einmal bewilligt werden. Im Jahr 2024 sollte es aus Sicht der Eniwa ans Netz angeschlossen werden und mindestens bis 2085 Strom produzieren.

Das Kraftwerk ist vom oberen Flusslauf her gesehen nur noch als Brücke erkennbar.
Legende: Vom sogenannten Oberwasser her gesehen ist das Kraftwerk noch unauffälliger. zvg
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1 Kommentar

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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Wenn in der Mitte des neuen Kraftwerks ein grosser Fischauf- und -abstieg geplant ist, so müsste es doch auch möglich sein, mit einer Art Trichterschleuse aus feinem Drahtgeflecht die Fische und Aale von beiden Seiten her vor den Turbinen Richtung Mitte zu leiten.
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