Kulturgüterschutzraum in Solothurn nimmt die erste Hürde

Es gehört zu den zehn bedeutendsten Kunstmuseen der Schweiz, braucht aber einen neuen Ort um seine Kostbarkeiten einzulagern: Das Kunstmuseum Solothurn. Jetzt hat die Solothurner Gemeindeversammlung einem Raum zugestimmt. Ganz über den Berg ist das Geschäft aber noch nicht.

Hodler, Amiet, ja sogar Picasso und Van Gogh. Das Solothurner Kunstmuseum verfügt über einen wahren Kunstschatz. Werke von grossen nationalen und internationalen Künstlern hat das Museum in seinem Besitz. Nun sollen diese Werke auch gut versorgt werden. In einem neuen sogenannten Kulturgüterschutzraum. Die Gemeindeversammlung hat dazu schon mal Ja gesagt.

Bild von Picasso, mit einer lilafarbenen Person die eine hellblaue Person hält, auf grünem Grund. Eine Person im Vordergrund schaut sich das Bild an. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Kulturgüterschutzraum sollen unter anderem Bilder von Pablo Picasso eingelagert werden. Keystone

Der Entscheid unter den 120 Stimmberechtigen fiel einstimmig: Sechs Millionen Franken kostet der neue Raum, hinzu kommen Fluchtwege und Toiletten im Museum für weitere rund 700'000 Franken.

«Im Winter schlottern sie»

Der aktuelle Raum, in dem die Kunstwerke untergebracht sind, ist unzureichend. Er stammt aus dem Jahre 1981 und sei so nicht mehr zu gebrauchen. Das erklärte Christoph Vögele bereits an früheren Gemeinderatssitzungen. Er ist Konservator des Solothurner Kunstmuseums, und informierte den Gemeinderat, wie es um die Kostbarkeiten steht: «Im Winter schlottern sie, im Sommer schwitzen sie.»

Noch ist das Millionenprojekt aber nicht über den Berg. Die Solothurner Stimmberechtigen müssen dem Kulturgüterschutzraum im September an der Urne zustimmen. Erst gibt es ein neues Zuhause für Amiet, Picasso und Co.