Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Bei einigen Bildern ist unklar, ob es sich um Raubkunst handelt. abspielen. Laufzeit 03:21 Minuten.
Aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 08.07.2019.
Inhalt

Kunsthaus untersucht Bilder Hängt in Aarau Raubkunst der Nazis?

  • Das Aargauer Kunsthaus hat bei 54 Kunstwerken geprüft, ob es sich um Raubkunst handelt.
  • Es geht dabei um die Frage, ob Nazis diese Werke etwa Juden gestohlen haben.
  • Bei 40 Werken kann dies das Kunsthaus praktisch ausschliessen, bei 14 ist es noch unklar.

Es ist das dunkelste Kapitel der europäischen Geschichte im letzten Jahrhundert: Die Zeit der Nationalsozialisten. Die Nazis haben nicht nur Millionen von Menschen umgebracht, sondern auch Leute bestohlen und Länder geplündert.

Darunter sind auch etwa 600'000 Kunstwerke, schätzen amerikanische Historiker. Bei dieser grossen Menge könnte nach dem Krieg auch das eine oder andere Werk in der Schweiz gelandet sein. Das Kunsthaus in Aarau liess deshalb prüfen, ob an den eigenen Wänden auch solche Raubkunst hängt.

Schwierige Detektivarbeit

Dabei ging es darum, die Herkunft von 54 Bildern genau zu prüfen. Eine externe Expertin schaute sich zuerst die Bilder genau an. Sie suchte etwa nach Etiketten ehemaliger Besitzer oder auch nach Zollstempeln. Danach durchsuchte sie Archive.

Das Resultat: Bei 40 Bilder kann das Kunsthaus praktisch ausschliessen, dass es Raubkunst war. Bei 14 Bildern lässt es sich nicht ausschliessen. Bei diesen braucht es weitere Nachforschungen – und vielleicht auch den Kommissar Zufall.

Übrigens: Das Kunsthaus in Aarau hat insgesamt 18'000 Kunstwerke. Bei den meisten handelt es sich um Schweizer Werke, die nicht international gehandelt wurden oder die nach 1945 entstanden sind. Damit ist klar, dass es sich nicht um Raubkunst handeln kann.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Noch eine kleine Ergänzung
    Die Ermitage in Sank Petersburg und die Musen in Russland haben seit der Wende hunderte von Kunstwerken an ehemalige Besitzer oder deren Nachkommen zurückgegeben welche
    Nach der Niederlage der Nazi als Kriegsbeute in die UDRSR kamen
    Vermutlich haben Sie vergessen dass
    Russland über 24 Millionen Zivilsten und
    Soldaten wegen den Nationalsozialisten
    zu beklagen hat plus noch ca 3 Millionen
    Russen die dem Wahn von Josef Stalin
    geopfert wurden
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Herr von Känel es geht hier nicht um Schmutz sondern um
    Kunst. Diese Werke können nichts dafür, dass die NS-Verbrecher sie gestohlen
    haben und nachher die richtigen
    Besitzer ermordeten im schlimmsten Fall andere mussten ihre Sammlungen hängen lassen, damit sie
    emigrieren durften
    Alle Kunstmusen der Welt
    kontrollieren Ihre Bestände
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Ja, Herr König, Sie haben recht; meine Formulierung ist missverständlich; natürlich geht es um Raubmachenschaften um Kunst, nicht um die Kunst selbst.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Es ist wichtig, dass hier genau recherchiert wird. Denn Raubkunst von Nazis (aber auch andere, es würde selbstverständlich auch im Blick auf Stalin gelten) haben hier nichts zu suchen. Ich hoffe, dass dies sehr gut geklärt wird; denn solchen "Schmutz" brauchen wir nicht. Und ich hoffe, dass hinlänglich geklärt ist, dass auf den Grossbanken UBS und CS keine Raubgelder- bzw. Raubgold mehr liegen - aus einer sehr dunklen Zeit auch der Schweizergeschichte!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen