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Ausbildung zum Kurator Kunstmuseum Solothurn
Aus Schweiz aktuell vom 25.10.2019.
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Kunstmuseum Solothurn Patron und Lehrling: Wie man in Solothurn zum Kurator werden kann

Wenn sich Robin Byland als Vertreter des Kunstmuseums Solothurn vorstellt, wird er häufig schräg angeschaut. Der 31-Jährige ist für diesen Posten eigentlich zu jung. Und eigentlich ist Byland auch «nur» der wissenschaftliche Assistent. Doch im Kunstmuseum Solothurn ist dieser eben auch der Stellvertreter des Konservators, welcher das Museum leitet. Eine Besonderheit, die es in dieser Form nur in Solothurn gibt.

Byland absolviert aktuell eine hausinterne Ausbildung, die es seit über 20 Jahren gibt und einem festen Ablauf folgt. Jeder Absolvent muss während drei Jahren lernen, selber Ausstellungen zu organisieren, Sponsoren zu finden oder den Katalog zu gestalten. «Das schwierigste für mich persönlich war, zu lernen, eigene Ansichten gegen aussen zu vertreten und zu begründen», so Byland. Zusammen mit Konservator und Lehrmeister Christoph Vögele bereitet er aktuell die Ausstellung «Albert Anker: Zeichnungen und Aquarelle» vor.

Keine Schweizer Institution bietet eine solche Ausbildung an. Es sei zu aufwändig, heisst es häufig auf Anfrage von SRF. Der ehemalige Primarlehrer Vögele hingegen macht das gern. Mit jungen Leuten arbeiten, das halte eben jung.

Dass die Ausbildung von Nutzen ist, zeigt ein Blick auf die verschiedenen Laufbahnen der Absolventen: Sabine Rusterholz wurde im Anschluss an die «Lehre» Direktorin des Kunsthauses Glarus und Barbara von Flüe gehört zum Leitungsteam des Kölner Kunstmuseums Kolumba. Franz Müller und Katharina Ammann arbeiten heute im Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (SIK), wo Schweizer Kunst, dokumentiert, untersucht und erforscht wird.

«Ich habe sehr viel gelernt. Vor allem Dinge, die man an keiner Uni lernen kann», erinnert sich Katharina Ammann, die heute Abteilungsleiterin am SIK ist. Besonders wichtig sei dabei gewesen, «dass Christoph Vögele es wirklich verstand, zu fordern und zu fördern im Sinne, dass er sich immer wieder bewusst zurück nahm und mir eine Bühne gab um die Sachen, die ich erarbeitet hatte, zu zeigen».

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