Kunstturner Lucas Fischer hört auf

Der 25-jährige Barrenspezialist aus Möriken tritt per sofort aus dem Nationalkader zurück. Er gehörte seit 2010 zum Schweizerischen Nationalkader.

Lucas Fischer Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Lucas Fischer auf dem Weg zu seinem grössten Erfolg: Am Barren an der EM 2013. Keystone

Über die Gründe für seinen Rücktritt wird der Aargauer am Dienstag an einer Medienkonferenz in Aarau orientieren. Fest steht: Mit dem 25-Jährigen aus Möriken verliert der Schweizerische Turnerverband STV eines seiner grössten Talente. Fischer gewann an den Europameisterschaften im April 2013 in Moskau die Silbermedaille am Barren und gehörte an seinem Paradegerät zur Weltelite.

Lucas Fischer, der Kämpfer

Allerdings hatte Fischer während seiner Karriere auch immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Er erlitt im Jahr 2010 einen ersten epileptischen Anfall und musste deswegen ständig Medikamente zu sich nehmen. Doch Fischer zeigte sich stets kämpferisch. Sein grosses Ziel waren die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro.

Nach dem EM-Silbermedaillengewinn wurde Fischer zudem von einer komplizierten Knieverletzung gebremst. Ein erster operativer Eingriff im Oktober 2013 war nicht wunschgemäss verlaufen, so dass sich Lucas Fischer im Februar 2014 einer erneuten Operation unterziehen musste.

Seither befand er sich im mühseligen Aufbau. An den Schweizer Mannschafts-Meisterschaften vom kommenden Wochenende in Lenzburg hätte er sein Comeback geben sollen.

Video «Der Traum von Olympia (1)» abspielen

Der Traum von Olympia (1)

25 min, aus Mein Weg nach Rio vom 9.8.2015