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Lange unentdeckt AKW Leibstadt mit Problemen bei der Notkühlung

Legende: Audio Aussergewöhnlicher Vorfall im AKW Leibstadt abspielen. Laufzeit 00:51 Minuten.
00:51 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 14.12.2018.
  • Das Atomkraftwerk Leibstadt hatte im Frühling Probleme bei den Notkühlsystemen.
  • Der Fehler wurde nach Angaben der Atomaufsichtsbehörde Ensi lange nicht entdeckt.
  • Das AKW habe inzwischen Massnahmen ergriffen, hält das Ensi fest.

Im AKW Leibstadt haben im April drei der fünf Teilsysteme des Notstands- und des Kernnotkühlsystems nicht richtig funktioniert. Die Systeme seien vom 14. bis 28. April nicht oder nur eingeschränkt betriebsbereit gewesen. Dies schreibt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi auf seiner Webseite.

Grund dafür war laut Ensi eine Fehlstellung der Armaturen. Diese sei lange nicht entdeckt worden. Bei einem Störfall wäre die Wärmeabfuhr aus dem Reaktor trotzdem jederzeit gewährleistet gewesen. Das Vorkomnis hatte jedoch eine Bedeutung für die nukleare Sicherheit.

Sowohl Ensi als auch AKW-Betreiber ordneten es auf der internationalen Skala der Stufe 1 von 7 zu, was einer so genannten «Anomalie» entspricht. Zuletzt gab es 2016 ein Ereignis der Stufe 1 in der Schweiz.

Weiter hält das Ensi fest, dass das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) Massnahmen ergriffen habe, um ungeplante Ausfälle aufgrund falscher Armaturenstellungen in Zukunft besser erkennen zu können. Es gehe darum, die Grundursachen der nicht entdeckten Armaturenfehlstellung zu hinterfragen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Würtz (Andhrass)
    Was muss noch alles passieren, bis die Dinger endlich einen fest definierten Abschaltzeitpunkt bekommen? Liebe Politiker, wollt Ihr tatsächlich einen SuperGAU riskieren, nur um Euren Lobbyisten zu gefallen?
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  • Kommentar von Kurt E. Müller (KEM)
    Und wieder knapp an einer Katastrophe vorbei geschrammt. Wie lange müssen wir uns das eigentlich noch gefallen lassen? Stellt die todsicheren Atom-Schrottmeiler endlich ab! Ein bisschen "billiger" Strom, der richtig berechnet extrem teuer ist, kann es doch nicht wert sein, unsere Heimat mal verlassen zu müssen (falls wir es überhaupt überleben)?
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  • Kommentar von Beat Kessler (KLERUS)
    Wie lange wollen wir noch auf diese Technologie setzen, bis es zu spät ist? Ein kleines Gedankenspiel bringt es auf den Punkt. Wenn in Frankreich oder Deutschland ein AKW hoch geht, hat es für diese Staaten noch genug Fläche um weiter existieren zu können. Wenn in unserem Staat ein AKW hoch geht, gibt es keine Schweiz mehr. Wir wären dann wie einst die Juden ein „Volk“ ohne Raum und Staat. Für diejenigen die stolz sind Schweizer zu sein, sollte dies zu denken geben!
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