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Aargau Solothurn Löcher in AKW-Schutzhülle schon vor sechs Jahren gebohrt

Die vor kurzem entdeckten Löcher zur Befestigung von Handfeuerlöschern im Primärcontainment des AKW Leibstadt bestehen schon seit sechs Jahren. Fachleute der Aufsichtsbehörde ENSI hatten kurz davor das Stahlcontainment letztmals inspiziert und auf seine Dichte hin geprüft.

Die beiden Feuerlöscher seien 2008 von Fremdpersonal montiert worden, sagte Andreas Pfeiffer, Leiter des AKW Leibstadt, in einem Interview mit der «Aargauer Zeitung» vom Donnerstag. Fünf der Bohrlöcher seien mit Schrauben verschlossen worden, eines sei offen geblieben, aber von der Feuerlöscherhalterung verdeckt gewesen. Der Durchmesser der Löcher betrage ungefähr sechs Millimeter.

AKW Leibstadt
Legende: Den Fachleuten des ENSI fielen die Löcher im Containment nicht auf, weil sie bei der letzten Kontrolle nicht da waren. Keystone

Den Fachleuten des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI fielen diese Löcher nicht auf, weil sie bei der letzten durchgeführten Inspektion noch gar nicht vorhanden waren.

Die Integrität des Stahlcontainments des KKL werde in Übereinstimmung mit dem internationalen Regelwerk alle zehn Jahre durch einen integralen Leckratentest nachgewiesen, sagte Mediensprecher David Suchet auf Anfrage. Dieser Test sei im Rahmen der Jahreshauptrevision 2008 durchgeführt worden.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Alaphia Zoyab, Aarau
    Interessant. War das Tōhoku-Erdbeben und der drauf folgende Nuklearen Zwischenfälle in Fukushima-Daiichi, Fukushima-Daini, Onagawa und Tōkai nicht im März 2011??
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  • Kommentar von Deutscher, Deutschland
    Ein Schweizer AKW fliegt in die Luft und am Schluss erwirscht es uns Deutsche. Genauso, klassisch werden Blutdiamanten nach Zürich geschickt und dann weiterverkauft. Als kleines Land lohnt sich Kernenergie am meisten, da man kein großes Risiko trägt. Liegen genügend andere Länder um die Schweiz herum die Fläche haben und das Leid dann ertragen müssen. Schade aber auch typisch für diesen Menschenschlag.
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    1. Antwort von Shai Segal, Züri
      So würde ich das nicht sagen, wir haben ja auch keine Evakuierungsmöglichkeiten, wenn da richtig was schief geht. Besonders in Begleitung einer leuchtend, grünen Wolke werden unsere Asylgesuche in der EU wohl nicht mehr vorrangig behandelt^^
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  • Kommentar von Bruno Beer, Koblenz
    Das ist wieder eine Fressen für die Panikmachern, die von einem KKW keine Ahnung haben. Diese Leute verteuern auf der ganzen Welt die Nuklearenergie so dass KKW abgeschaltet werden, mit Braunkohlekraftwerken die fehlende Energie erzeugt und die Luft verpestet werden muss (saubere Energie). Das ist Umweltpolitik. Ein Umdenken in der Energieerzeugung ist sicher notwendig, aber das lässt sich nicht so schnell realisieren wie diese Gesunddenker gerne hätten. Denn Erzeugen ist eines, Verteilen?
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    1. Antwort von H. Wach, Luzern
      Unerhört, die Kettenreaktion von Kurzschlüssen in Ihrem Kopf. Strom aus AKW ist der teuerste, gefährlichste, unkontrollierbarste, dreckigste - angefangen bei den Uran-Minen bis zur Endlagerung!!! Strom aus Kohle, Öl und Gas ebenso. Mit dem Unterschied, dass das Endlager unser aller Klima ist.
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    2. Antwort von Alaphia Zoyab, Aarau
      H.W/Berücksichtigt man die Schäden durch Abbau und Endlagerung mit ein, würde ich gar behaupten das der Strom aus KKW's, der schmutzigste von allen ist.
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    3. Antwort von Sabine Kiermaier, München
      Durch 0,1 kg Uran wird die Energie von 1000 kg Erdöl oder 1400 kg Steinkohle geliefert, die Förderung von Uran ist also doch nicht so umweltschädlich. Zudem sterben in Kohlebergwerken jedes Jahr tausende Menschen, allein in China 3000 - 5000, auch in der Türkei vor kurzem etwa 300. In Fukushima sind durch die Strahlung bisher zwei Personen gestorben. Das interessiert die ach so umweltfreundlichen Kernkraftgegner aber nicht, schließlich kommt das Problem nicht zu uns dafür die billige Kohle.
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