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Grossraum Aarau-Lenzburg aus der Luft
Legende: Luftaufnahmen - wie diese des Grossraums Aarau-Lenzburg - entlarven illegale Bauten. Aargauisches Geografisches Informationssystem (AGIS)
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Aargau Solothurn Luftaufnahmen entlarven illegale Bauten im Aargau

Durch Zufall entdeckt der Kanton Aargau immer wieder Gartenhäuschen, Schwimmbecken oder Reit-Sandvierecke, die Hausbesitzer ohne eine Bewilligung gebaut haben. Luftaufnahmen werden ihnen zum Verhängnis.

Wer einen Zaun vor sein Haus baut, ohne dass er eine Bewilligung eingeholt hat, der muss damit rechnen, dass das früher oder später an die Öffentlichkeit kommt. Vielleicht kommt die Gemeinde von alleine darauf, vielleicht verpfeift einen der Nachbar, oder aber der Kanton findet es heraus. Wegen Luftaufnahmen.

Das neuste Beispiel kommt aus der Aargauer Gemeinde Uerkheim. Gleich mehrmals meldete sich der Kanton dort wegen Bauten, die plötzlich da standen, obwohl niemand sie bewilligt hatte, die also illegal waren. Herausgefunden hatte dies der Kanton eben wegen Luftaufnahmen.

Diese seien aber nicht extra erstellt worden, um Bauten ohne Bewilligung aufzudecken, sagt Stefan Grüter von der Abteilung Baubewilligungen. Diese kaufe der Kanton alle Jahre ein, damit der Aargau kartografiert sei.

Diese Aufnahmen sind öffentlich zugänglich im Internet. Zusammen mit Zonenplänen und anderem Kartenmaterial. Interessierte können das Material im Internet anschauen; AGIS heisst das System.

Wir spielen nicht Detektiv, wir suchen nicht aktiv nach Bauten ohne Bewilligung, wir stossen zufällig darauf.
Autor: Stefan GrüterStellvertretender Leiter Abteilung Baubewilligungen

Laut Grüter entdecken die Kantonsangestellten bei etwa jedem zehnten Baugesuch illegale Bauten auf einer Nachbarsparzelle. Es handle sich dabei nicht um grosse Bauten wie beispielsweise Lagerhallen, sondern eher um kleinere Bauten wie Gartenhäuschen, Schwimmbecken, oder Reit-Sandvierecke.

Der Kanton sei in solchen Fällen verpflichtet, die jeweilige Gemeinde zu informieren. Diese wiederum gehe der Sache nach, gegebenfalls müsse der Hausbesitzer nachträglich seine Bauten bewilligen lassen.

Korrigendum

Wir berichtigen einen inhaltlichen Fehler in unserer Berichterstattung: Stefan Grüter, Abt. Baubewilligungen Kt. AG, hat uns Beispiele von illegalen Bauten genannt. Er sprach unter anderem von «Reit-Sandvierecken». Diese Aussage verkürzten wir unzulässigerweise zu «Sandkästen». Wir entschuldigen uns für die Falschinterpretation.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von D. Güntert , SH
    Wenn unsere Staatsdiener (wohlverstanden: Leute, die unser Gemeinwohl fördern sollen) Zeit haben, illegale Sandkästen und Gartenhäuschen zu recherchieren, frage ich mich schon, ob unsere erarbeiteten Steuergelder weise verwendet werden.
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    1. Antwort von SRF Redaktion AG SO (SRF)
      Wir berichtigen einen inhaltlichen Fehler in unserer Berichterstattung: Stefan Grüter, Abt. Baubewilligungen Kt. AG, hat uns Beispiele von illegalen Bauten genannt. Er sprach unter anderem von «Reit-Sandvierecken». Diese Aussage verkürzten wir unzulässigerweise zu «Sandkästen». Wir entschuldigen uns für die Falschinterpretation.
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  • Kommentar von Paul Grunder , Teufen AR
    Ich spende dem Kanton Aargau einen Sandkasten. 1.60 m mal 1.60 m und 18 cm tief. Die Baubewilligung und der Sand sind nicht inbegriffen. Derjenige, der über den Karten hockt, sie mit den alten vergleicht und in den Akten nachforscht, was bewilligt ist und was nicht, bekommt dann sicher von seinem Vorgesetzten die Bewilligung, sich beim Sändelen zu erholen und von mir noch ein Schüfeli.
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    1. Antwort von v. studer , biel
      prima kommentar, herr grunder, merci!
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    2. Antwort von Max Müller , Wangen
      @ Herr Grunder, Top Kommentar !
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    3. Antwort von Hans Knecht , Torny
      Paul Grunder, das Ganze lässt sich mit der heutigen Technologie einfach automatisieren. Ein Foto-Flug für die Landestopographie 2013, einer 2014, automatische Bildkorrektur und Bildabgleich und ein Email mit den Differenzen an die jeweiligen Gemeinden. Und auch die Arbeiten in den Gemeinden lässt sich heute automatisieren: Würden die Grundbuchämter eine coloierte 3D Karte mit allen Gebäuden führen, so könnten man automatisch Bauabweichgungen herausfiltern und büssen. "Schöne neue Welt".
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  • Kommentar von Peter Wild , Aargau
    Klar, Sie verstehen unter Sandkasten vermutlich etwas anderes als jemand anders. Das muss schon geregelt sein. Jedoch verstehe ich auch, was Sie meinen. Einen 1.50x1.50m Sandkasten müsste aus meiner Sicht sicher nicht bewilligt werden.
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